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Die richtige Ernährung ist wichtig für ein gesundes Leben und für ein gutes Aussehen. Wer zu viel, zu fett und zu süß isst, der wird bald alt aussehen.
BARBARA MORAWEC
Anti Aging Food - ein zeitgeistiger Begriff, um den sich neuerdings Illustrierte und Diätbuch-Autoren raufen. Anti Aging Food bedeutet frei übersetzt ein Essen, das gegen das Altwerden helfen soll. Niemand kann ernsthaft glauben, dass ein solches Versprechen auch wirklich hält. Allerdings ist wissenschaftlich nachgewiesen worden, dass gewisse Inhaltsstoffe in Obst, Gemüse, Fleisch und Fisch Prozesse im Körper verlangsamen, andere wiederum ankurbeln. Dazu gehören vor allem Betacarotin und die beiden Vitamine C und E. Die drei tragen offenbar ganz wesentlich zum reibungslosen Ablauf des Reparaturmechanismus im Körper bei, der den Körper gesund erhält, und verhindern damit eine vorzeitige Alterung. Der vierte Wirkstoff im Bund ist Selen, welches den Fettstoffwechsel im Körper unterstützt und das Oxidieren, also das "Ranzigwerden" des Fetts in den Zellen verhindert (siehe auch Kasten). Umgekehrt ist es nicht nur für Wissenschaftler, sondern für jederman offensichtlich, dass beim Essen und Trinken zu viel, zu fett und zu süß auf Dauer nicht gesund sein kann für den Körper - und ihn über kurz oder lang auch ziemlich alt aussehen lassen wird. Vorzeitige Verkalkung, Entgleisung des Cholesterinhaushaltes, Gefäßverengung und die Entstehung von Krebs können durch unausgewogene Ernährung bewirkt werden. Wer sich schlecht und vor allem zu fett ernährt, begünstigt nachweislich den Ausbruch von Krankheiten. Das so genannte "Wohlfühlgewicht" sei meist eine Mogelei von Übergewichtigen, sagen die Ernährungsexperten. Mit "Wohlfühlgewicht" sei man sehr oft im nicht mehr gesunden Stoffwechelbereich. Normalgewicht (Bodymassindex = Gewicht in kg geteilt durch Körpergröße in Meter zum Quadrat) habe ohnehin einen Spielraum (Werte 18,5 bis 24,9). "Wer wirklich alt werden will, muss sich die richtigen Eltern aussuchen", meint Sozialmediziner und Ernährungsspezialist Michael Kunze nicht ganz im Scherz. Genetische Veranlagung bestimmt zu einem Großteil, ob jemand ein guter Futterverwerter ist oder zur Fettleibigkeit neigt. Kunze: "Es gibt kein Anti Aging Food. Es gibt gesundes Essen und weniger gesundes Essen." Vitamin E ist ein unverzichtbarer Alleskönner, wenn es darum geht altersbedingte Beschwerden ein wenig hinauszuzögern. Denn Vitamin E gilt - wie auch Vitamin C oder das Betacarotin - als Radikalfänger. "Freie Radikale" sind instabile, sauerstoffhälte Bruchstücke von Molekülen, die sich zum Beispiel im Zigarettenrauch, Smog, Autoabgasen, Umweltschadstoffen, Wohngiften, sogar im Sonnenlicht, im Alkohol und in vielem mehr finden und in den menschlichen Körper eindringen. Forscher sagen, dass so genannte freie Radikale bei der Entstehung von Arteriosklerose und bestimmten Krebsarten eine Rolle spielen. Insofern sind Nahrungsmittel, die solche Radikalfänger beinhalten, "Anti Aging"-Nahrung. Richtiges Essen beugt also dem Altern vor.
© SN/APA.
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