| Der laut dem Finnen Kalle Palander "zu leichte" WM-Slalom-Hang hat am Samstag zu einer Rekordausfallquote geführt: Nur 25 der insgesamt 74 Teilnehmer kamen in die Endwertung. Damit blieben gleich 66,2 Prozent - also fast zwei Drittel - des Feldes auf der Strecke!
Nachdem im ersten Lauf schon 36 Torlauf-Artisten (34 Ausfälle, 2 Disqualifikationen - Ausfallquote von 48,64 Prozent) die Segel hatten streichen müssen, folgten im zweiten Lauf 12 weitere Ausfälle. Und Italiens Slalom-Star Giorgio Rocca, der nach einem "Rücksteiger" bereits 18,59 Sekunden Rückstand hatte, verzichtete auf ein Antreten im Finale.
Eine derart hohe Ausfallquote hatte es zuletzt am 8. Februar 2004 im Weltcup-Slalom in Adelboden gegeben. 76 Teilnehmer wagten sich damals auf das berühmt-berüchtigte Kuonisbergli im Berner Oberland, das alleine im ersten Durchgang 37 "Opfer" (33 Ausfälle, 4 Disqualifikationen - Ausfallquote von 48,68 Prozent) forderte. Im Finale der Top 30 erwischte es dann weitere acht Läufer. Auch damals siegte am Ende ein Österreicher: Der Kärntner Rainer Schönfelder feierte vor drei Jahren seinen fünften und bisher letzten Weltcupsieg.
Bei der WM durften im Gegensatz zum Weltcup alle Teilnehmer, die den ersten Lauf korrekt passiert hatten, am zweiten Durchgang teilnehmen. Von den Top 30 nach dem ersten Lauf schieden im WM-Finale gleich zehn Läufer aus. Und wäre der Slalom in Aare als Weltcup-Rennen gewertet worden, hätten nur die Top 18 Punkte bekommen, da ab Platz 19 die Rückstände mit mehr als zehn Sekunden größer als die maximal erlaubten acht Prozent auf die Siegerzeit waren.
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