| Damen und U23-Team mit geringen Erwartungen
Salzburg (SN-msm). Sie sind von Beruf Heilbademeisterin, Medizinstudentin oder Zahntechnikerin und das WM-Straßenrennen der Damen am heutigen Samstag ist für sie großteils ein Karrierehöhepunkt: Die Rede ist von Österreichs Radsportlerinnen.
Dank der Gastgeberrolle dürfen nämlich gleich sechs Fahrerinnen auf den WM-Kurs, der ident mit jenem der Herren ist, aber nur sechs Mal absolviert wird (132,6 Kilometer). Für Christiane Soeder, die als einzige aus dem Aufgebot Radprofi ist, bietet das Rennen eine Chance zur Wiedergutmachung nach dem völlig verpatzten Einzelzeitfahren. Andrea Graus darf sich bei ihrer fünften WM auch Chancen auf eine der besseren heimischen Platzierung ausrechnen, aber eigentlich wäre ein Platz unter den besten 20 schon eine Überraschung. Für eine ist es fast ein Heimrennen: Monika Schachl stammt aus Mondsee.
Österreichs Aufgebot: Andrea Graus, Daniela Pintarelli, Monika Schachl, Christiane Soeder, Bernadette Schober und Isabella Wieser.
Nach den jüngsten Dopingenthüllungen rund um das U23-Team geht Österreichs neu formiertes Team heute unter dem Motto Schadensbegrenzung auf die Strecke. "Wir wollen das Beste aus dieser Situation machen. Wir wollen uns als Team präsentieren und einen Platz unter den besten 20 herausfahren, wer diesen holt, ist unerheblich", meinte Josef Kugler stellvertretend für seine Teamkollegen.
Österreichs Aufgebot: Stefan Denifl, Norbert Dürauer, Josef Kugler, Christoph Sokoll, Georg Hausbacher.
© SN/APA.
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