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Rad-WM 2006

die WM-Favoriten
23. September 2006 | 11:00

Der burgenländische

Radprofi René Haselbacher bestreitet in Salzburg seine siebente Rad-WM. "Dass ich eine Heim-WM erleben darf, ist eine Extramotivation." Haselbacher wird im kommenden Jahr im "weißen Ballett des Radsports", wie er selbst sagt, fahren, nämlich beim neuen Team Astana mit Alexander Winokurow (Kas) und Andreas Klöden (D). Für die SN analysiert Haselbacher die Stärken und Schwächen der fünf Topfavoriten:

Erik Zabel (D):

Er kommt mit einer Superform nach Salzburg. Der Kurs und auch die Länge sind genau auf ihn zugeschnitten. Eigentlich spricht am Sonntag viel für einen Weltmeister Zabel. Ihm droht vielleicht die meiste Gefahr aus dem eigenen Team: Wenn Stefan Schumacher mit einer Spitzengruppe wegfährt, wird es wohl nichts mit der Unterstützung für Zabel.

Paolo Bettini (I):

Er hat das mit Abstand stärkste Team hinter sich, er ist der unumschränkte Kapitän und er will unbedingt Weltmeister werden. Die Italiener werden im Finish das Feld zu zerreißen versuchen und mit drei, vier Leuten Bettini vom Feld wegführen. Dafür würde sich der Anstieg in Tiefenbach eignen. Auf dem Papier hat es schon oft perfekt für Italien ausgesehen, im Rennen haben sie dann auch oft Fehler gemacht. Das ist eben Italien.

Alexander Winokurow (Kas):

Er hat das kleinste Team hinter sich und ist wohl auf sich allein gestellt. Er kann nur gewinnen, wenn er im Solo ankommt. Aber er ist ein Typ, der auch viel angreifen und attackieren wird, daher wird ihm auch der Kurs liegen.

Alejandro Valverde (Sp):

Eigentlich ist das auch der ideale Kurs für Valverde. Ansonsten gelten die gleichen Voraussetzungen wie für Bettini: Das ganze Team steht hinter ihm, er ist der unumschränkte Kapitän. Allerdings schätze ich das spanische Team schwächer als das italienische ein. Die Italiener können sich spielen, haben auch noch Asse im Ärmel, wenn es bei Bettini nicht läuft. Das ist bei Spanien nicht so. Sie müssen versuchen, das Feld möglichst lange zu kontrollieren.

Tom Boonen (Bel):

Wenn dieses Rennen im Frühjahr wäre, bräuchten wir erst gar nicht gegen Boonen anzutreten. Die Flandern-Rundfahrt war noch schwieriger als der Salzburger WM-Kurs und die hat der Titelverteidiger von Madrid im Vorbeigehen gewonnen. Ob jetzt die Form auch noch so ist, weiß ich nicht. Aber mit einem Tom Boonen ist immer zu rechnen.

© SN/APA.

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