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Olympia 2006

Olympia-Dopingtests negativ, IOC ermittelt weiter
24. Februar 2006 | 21:24

Die an zehn österreichischen Langläufern und Biathleten am vergangenen Samstag in Folge der Doping-Razzien in den angemieteten Privathäusern in San Sicario bzw. Pragelato vorgenommenen Dopingtests sind negativ ausgefallen. Dies teilte ÖOC-Generalsekretär Heinz Jungwirth am Freitagabend nach Einsicht in den Bericht des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) mit.

Damit ist die Angelegenheit aber noch nicht abgeschlossen, das IOC wird den Funden von verdächtigen Gegenständen in den Quartieren weiter auf den Grund gehen. "Es gibt Erklärungsbedarf wegen dieser Sachen", betonte Jungwirth.

Immerhin bleiben noch jene Mittel und Utensilien, die von der italienischen Polizei aus den Privatquartieren der Österreicher mitgenommen worden sind und die - so wurde jedenfalls unter der Hand verbreitet - Belastendes beinhalten sollen. Allerdings wurden diese, sechs Tage nach den Razzien, noch immer nicht der Öffentlichkeit präsentiert.

Das österreichische Lager reagierte natürlich erleichert. ÖOC-Präsident Leo Wallner zeigte sich glücklich, "dass unsere Athleten nicht gedopt waren. Ich freue mich und bedanke mich bei den Langläufern und Biathleten, das Verhalten der anderen stand nicht zur Diskussion."

ÖOC-Generalsekretät Heinz Jungwirth verwies darauf, dass das ÖOC seine Verbundenheit mit dem IOC und damit der Tätigkeit der IOC-Disziplinarkommission sowie der internen ÖOC-Untersuchungskommission sehr ernst nehme. Man werde alles daran setzen, "den Kampf gegen das Doping mit allen Mitteln fortzusetzen."

ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel sprach von einem "erwarteten Ergebnis" und hielt mit Ärger nicht hinterm Berg. "So kann man den Sport manipulieren. Das darf man nicht tun. Geräte kann man auch zu Mittag suchen, aber die Dopingkontrollen braucht man nicht in der Nacht vor einem Staffelrennen durchführen."

Markus Gandler, der ÖSV-Sportdirektor für Langlauf und Biathlon verlangte nach Bekanntwerden der Ergebnisse der negativen Dopingtests seiner Athleten "Rehabilitierung": "Es wurden uns durch die Kontrollen zwei faire Chancen genommen, die Langlaufstaffel und zwei Tage später die Biathlonstaffel hätten absolute Medaillenchancen gehabt. Ich verlange Rehabilitierung. Wenn es sich um faire Winterspiele handelt, verlange ich wenigstens eine Erklärung des IOC oder der WADA", sagte der Tiroler und fügte hinzu: "Ich wünsche mir eine Neuaustragung, wie auch immer."

© SN/APA.

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