| Die Salzburgerin Doris Günther hat am Donnerstag bei den Olympischen Winterspielen im Parallel-Riesentorlauf (PGS) der Snowboarderinnen Rang vier belegt. Die 27-Jährige unterlag im Duell um die Bronze-Medaille der US-Amerikanerin Rosey Fletcher, nachdem sie im Semifinale gegen Amelie Kober verloren hatte. Die 18-jährige Deutsche holte Silber, Gold ging an die Schweizerin Daniela Meuli.
Für Weltmeisterin Manuela Riegler (31) war bereits in der Qualifikation das Out gekommen (Platz 28 nach Sturz), die Cousinen Heidi (22) und Doresia Krings (28) scheiterten jeweils im Achtelfinale und belegten die Ränge zehn und elf.
"Heute war definitiv alles drinnen. Ich hab gewusst, dass ich sauschnell bin, ich hatte ein echt geiles Gefühl", trauerte Günther nach ihrer zweiten Olympia-Teilnahme der großen Chance nach. In der Quali als Achte souverän aufgestiegen, ließ sie im Achtelfinale der Japanerin Tomoka Takeuchi und im Viertelfinale der russischen Quali-Schnellsten Jekaterina Tudigeschewa keine Chance.
Im Halbfinale gegen die unbekümmert drauflosfahrende Deutsche Kober wurde ihr dann aber genauso wie im folgenden Kleinen Finale gegen die Amerikanerin Fletcher der Rote Kurs zum Verhängnis - Günther stürzte jeweils bereits im oberen Teil des ersten Laufs. Die Strafzeit von 1,5 Sekunden konnte sie dann trotz Totalangriffs in beiden Fällen nicht mehr wettmachen.
Günthers langjährige Zimmerkollegin Heidi Krings blieb ebenfalls nach einem Sturz gegen die Schweizerin Ursula Bruhin im Achtelfinale hängen. "Entweder schnell oder Brezn - das ist mein Motto", nahm es die 22-Jährige mit Humor.
Ihre Cousine Doresia Krings hatte sich hingegen zwei Olympia-Medaillen gewünscht - unterm Strich kamen die Plätze 13 (Cross) und 11 (PGS) heraus. "Die Enttäuschung im Boardercross war ganz eindeutig bitterer als die heute", so Krings, für die das Thema Olympia beendet sein dürfte. "Ich werde von Jahr zu Jahr entscheiden, ob es noch Spaß macht und ob ich das Kinderkriegen noch rausschieben möchte."
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