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Olympia 2006

Rokita läuft sich über 1.500 m ein
21. Februar 2006 | 15:54

Eisschnellläuferin Anna Rokita bestreitet am Mittwoch über 1.500 m ihren zweiten Bewerb bei den Winterspielen in Turin. Die Tirolerin rechnet sich keine bestimmte Zeit oder Platzierung aus, sondern will mit dem Rennen eher die Pause bis zur 5.000-m-Konkurrenz am Samstag überbrücken. Ihre Olympia-Premiere hatte die 20-Jährige über 3.000 m bereits am zweiten Turiner Wettkampftag gegeben.

Viele andere Bewerbe hat Rokita in ihren wettkampffreien neun Tagen nach Platz 16 zum Auftakt nicht gesehen. "Ich bin nur am vergangenen Sonntag nach Sestriere gefahren, die Fahrzeit ist ja doch zwei Stunden. Leider ist da der Super G abgesagt worden und neblig war es auch." In Turin gefällt es der 20-Jährigen auch besser, dort hat sie sich einige Short-Track-Bewerbe angesehen und natürlich die übrigen Eisschnelllauf-Konkurrenzen.

Ansonsten ist das ÖESV-Talent in der norditalienischen Stadt vom restlichen österreichischen olympischen Geschehen ausgeschlossen. "Nur mein Papa und ich sind hier." Rokita fehlt auch der Kontakt zu den ÖOC-Funktionären, daher ist sie auch über die Geschehnisse nach der Doping-Razzia und über die ÖOC-Erfolge nur teilweise informiert.

Die Zeit hat sie nur zum Teil mit Training verbracht, nach zwei Tagen auf dem Eis folgten jeweils zwei trainingsfreie Tage. Für den 5.000-m-Bewerb hofft Rokita auf eine bessere Platzierung als über 3.000 m, am Tag darauf wird sie auch an der Schlussfeier teilnehmen. Erst am Montag wird die Heimreise erfolgen, womit sie zu jenen ÖOC-Athleten mit dem längsten Aufenthalt bei diesen Spielen gehört.

Für die erfolgsverwöhnten deutschen Athletinnen geht es über 1.500 m um ihr lang erwartetes erstes Einzel-Gold bei den Eisschnelllauf-Bewerben. Anni Friesinger ist die erste Kandidatin dafür, nach den niederländischen Siegen über 3.000 m durch Ireen Wüst und 1.000 m durch Marianne Timmer ist wieder vor allem mit einer "Oranje" zu rechnen, nämlich Renate Groenewold. Die 29-Jährige hat das 1.000-m-Rennen ausgelassen und ist ausgeruht.

© SN/APA.

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