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Gesundheit - aigner

Gute Ausdauer der Kinder
09. November 2002

Wir sind sehr viel in der Natur unterwegs. Unser Sohn, der jetzt acht Jahre alt wird, war von Anfang an immer mit dabei. Mit fünf Jahren hat er ohne Mühe seinen ersten Dreitausender bestiegen, vor kurzem waren wir auf dem Großvenediger. An vielen Wochenenden und im Urlaub sind wir mit den Rädern unterwegs und legen dabei gemütliche Tagesstrecken von etwa 60 bis 100 Kilometer zurück. Natürlich ist das Tempo stets kindangepasst und werden regelmäßig Pausen gemacht.

Unserem Sohn machen die Berg- und Radtouren immer Spaß, er klagt praktisch nie wegen Überlastung oder Schmerzen. Können Bergtouren mit langen anstrengenden Auf- und Abstiegen seinem wachsenden Körper schaden und gibt es Risiken durch langes Radfahren? Was sollte man besonders beachten? H. A.

Kinder im Alter Ihres Sohnen haben bereits eine sehr gute Ausdauerleistungsfähigkeit. Wichtig ist nur, immer genügend Pausen zu machen, weil sie rascher ermüden. Einen weiteren Punkt haben Sie selbst angesprochen: Kinder dürfen die Freude am Sport nicht verlieren.

In Phasen gesteigerten Längenwachstums der Kinder reagieren Gelenke und Bänder auf Belastungen sensibler als sonst. Besonders beim längeren Bergabgehen kann es zu Beschwerden kommen, sodass man in dieser Zeit die körperliche Belastung zurückschrauben muss.

Größere Studien, wie sehr die Abnützung von Gelenken und Bewegungsapparat durch extreme Beanspruchung in der Kindheit vorangetrieben wird, gibt es nicht. Als Grundregel sollte aber gelten, Kinder nicht mit Krampf auf Gewalttouren mitzuschleppen, wie ein tragisches Beispiel aus den letzten Wochen vor Augen geführt hat.

Was mache ich falsch? Ich bin 61 Jahre alt und gehe seit etwa zwei Jahren jeden Tag auf den Gaisberg. Gewicht habe ich dabei aber noch keines verloren. Seit Ende Mai weiß ich auch meine ideale Herzfrequenz zur Fettverbrennung (Test bei einem Sportarzt).

Seither gehe ich auch immer im Bereich von 116 bis 120 Pulsschlägen pro Minute, das Gewicht bleibt aber immer gleich. Was kann ich tun, um abzunehmen? I. E.

Man darf sich nicht der Illusion hingeben, durch Sport massiv Gewicht abbauen zu können, auch wenn er ein wichtiger Mosaikstein in einem Programm ist, das auch diätetische Maßnahmen vorsieht. Wenn man nicht täglich mehrere Stunden lang trainiert, verbrennt man zu wenige Kalorien, um nennenswert abzunehmen.

Dazu kommt, dass man durch regelmäßiges Training zwar Fett abbaut, gleichzeitig aber Muskeln aufbaut. Das ist natürlich positiv für die Gesundheit, schlägt sich aber auf einer normalen Waage nicht nieder. Es gibt so genannte Impedanzwaagen, auf denen man nicht nur das Körpergewicht, sondern auch den Körperfettgehalt ablesen kann.

Ich kann Ihnen versichern: Sie sind auf dem besten Weg, lassen Sie sich also nicht entmutigen.

Seit Jahren habe ich beim Skifahren folgendes Problem: Bald, nachdem ich mit dem Lift die Bergstation erreicht habe, bekomme ich ein flaues Gefühl im Magen. Oft wird mir richtig schlecht.

Wenn ich schon am Vormittag Ski fahren gehe, ist es noch unangenehmer. Ich frühstücke auch ausreichend. Beim Skilanglaufen wird mir nicht übel. Ich bin 43 Jahre alt und leider übergewichtig. E. Sch.

Bei schnellem Höhenwechsel kann es besonders durch den verminderten Luftdruck zu vorübergehenden Störungen mancher Organfunktionen und des subjektiven Befindens kommen. Besonders nach den Stützpfeilern kommt es bei Sesselliften auch immer wieder zu leichtem Schaukeln, vielleicht ist das auch ein Faktor, der sich bei Ihnen bemerkbar macht. Möglichkeiten, diese Übersensibilität zu bekämpfen, gibt es leider nicht. Sollten Sie das Liftfahren so schlecht vertragen, wäre zu überlegen, Skitouren zu unternehmen, wo man durch aktive Bewegung langsam in die entsprechenden Höhenlagen kommt.

Ich bin 45 Jahre alt und ein typischer Allround-Sportler. Bergsteigen, Skitouren, Laufen, Radfahren, Fitnessstudio, Windsurfen stehen abwechselnd auf dem Programm. Ich führe ein gesundes Leben, trinke wenig Alkohol, bin Nichtraucher und schlafe genug.

Ich habe aber immer wieder einmal das Problem, dass ich bei langen und schweren Skitouren mit Übelkeit und anschließendem Erbrechen zu kämpfen habe. Ich habe auch nicht das Gefühl, dass ich mich völlig verausgabe. Auf einer normalen Bergtour passiert mir das nicht.

Gibt es vielleicht ein Hausmittel dagegen? Kann das gesundheitliche Schäden hervorrufen? K. P.

Wenn Sie gesund sind, führen körperliche Belastungen, die zu Übelkeit führen, grundsätzlich nicht zu bleibenden Schäden. Vor ausgedehnten Skitouren ist es wichtig, ausgiebig zu frühstücken und auch während der Tour immer wieder eine Kleinigkeit zu essen (Bananen, Biskuits, Sportriegel) oder kohlenhydratreiche Sportgetränke aufzunehmen. Ein so genannter Hungerast, bei dem es zu einem starken Abfall des Blutzuckerspiegels kommt, kann unter anderem Übelkeit zur Folge haben.

© SN.

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