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Gesundheit - aigner

Schmerzende Achillessehnen
25. Oktober 2002

Ich bin 40 Jahre alt und Hobbyleichtathlet (Jedermann-Zehnkampf zum Beispiel) und leide seit Mai dieses Jahres wieder an einer Achillessehnenentzündung am rechten Fuß. Der Sehnenansatz ist verhärtet, Druckschmerz und Morgensteifigkeit sind weitere Symptome. Sprünge und Sprints sind nicht möglich, wohl aber langsamer Dauerlauf. Ich bin seit einigen Wochen bei einem Orthopäden in Behandlung und bekomme wöchentlich eine Injektion (Carbostesin).

Durch die bisher vier Injektionen ist die Verhärtung leicht zurückgegangen. Jetzt überlege ich, ob ich eine Stoßwellentherapie durchführen lassen soll. Eine zehnminütige Sitzung kostet rund 50 Euro, wobei drei Sitzungen angezeigt wären. Ist es sinnvoll, diese Therapie zu versuchen, gibt es Erfahrungswerte? Was ist zu den Injektionen mit Carbostesin zu sagen? L. R.

Carbostesin ist ein Lokalanästhetikum, das zu einer nur vorübergehenden Schmerzfreiheit führt. Die Stoßwellentherapie ist ein relativ neues Verfahren, das bei Gelenks- und Sehnenbeschwerden mit Erfolg eingesetzt wird. Dabei werden starke Ultraschallimpulse auf das betroffene Körperareal konzentriert, wodurch die Durchblutung gefördert und damit der Heilungsprozess beschleunigt werden soll. Eine Alternative wäre in ihrem Fall zum Beispiel auch die Jontophorese, bei der mit Hilfe von Stromimpulsen entzündungshemmende Medikamente in tiefer liegende Gewebsschichten transportiert werden. Der letzte Schritt in einer Behandlungskette ist der Griff zur Cortison-Spritze, mit der die lokale Entzündung beseitigt wird. Damit werden zwar die Beschwerden rasch gelindert, es ist aber eine vorübergehende Sportpause und die Beseitigung der möglichen Ursachen des Problems (Schuhwerk, Fehlstellungen im Skelett, Trainingsfehler etc.) notwendig, um nicht einen Rückfall zu erleiden.

Ich betreibe seit vielen Jahren Kickboxen. Diese Sportart belastet allerdings die Gelenke sehr stark. Die schnellen ruckartigen Bewegungen und das schnelle Treten mit den Beinen wirken sich mit der Zeit aus. Wie kann man Abnutzungserscheinungen vorbeugen, wie könnte man vor allem die Wirbelsäule und die Hüftgelenke schützen? D. Sch.

Grundsätzlich gilt: Je besser austrainiert, je besser das Muskelkorsett und die koordinativen Fähigkeiten, umso geringer ist die Verletzungsgefahr und umso mehr sind auch die Gelenke den Anforderungen gewachsen. Besonders wichtig ist die Rückenmuskulatur, damit die Wirbelsäule nicht nur in den Bändern hängt, sondern auch von den Muskeln gestützt wird.

Beim Kickboxen ist darüber hinaus große Beweglichkeit gefragt. Bei der Trainingsplanung sollte daher starkes Augenmerk auf ausgiebiges Dehnen und Flexibilitäts-übungen gelegt werden. Damit durchs Kickboxen die Wirbelsäule nicht arg im Mitleidenschaft gezogen wird, ist auch entscheidend, dass sie nicht vorgeschädigt ist.

Ich bin 13 Jahre alt und habe angefangen zu joggen. Nun würde ich gerne wissen, wie lange ich laufen sollte, wie schnell und wie oft? Bisher laufe ich alle zwei Tage jeweils eine Viertelstunde. A. H.

Wenn Sie zu Beginn jeden zweiten Tag eine Viertelstunde lang laufen, ist das schon lobenswert. Das schaffen ohnehin nur die wenigsten, obwohl natürlich das Idealziel tägliches Training wäre. Versuchen Sie, zunächst die Trainingsdauer auf 20 Minuten zu verlängern, danach auf 25 und 30 Minuten.

Wenn Sie die 30 Minuten gut verkraften, dann dürfen Sie auch länger laufen. Grundsätzlich gilt: Je länger, desto besser - und das mit moderatem Tempo, bei dem man sich noch locker unterhalten kann.

Womit wir auch schon bei der Frage der Schnelligkeit sind: Grob nach Faustformeln berechnet, dürfte Ihr idealer Puls für das Grundlagentraining zwischen 150 und 160 Pulsschlägen pro Minute liegen. Ein derart hoher Puls ist für ein 13-jähriges Mädchen nicht ungewöhnlich, Ihre Eltern sollten sich von diesem Wert nicht schrecken lassen.

Wollen Sie genaue Informationen über den Trainingspuls, ist ein Belastungstest (vielleicht sogar mit einer Laktatkontrolle) bei einem Sportmediziner empfehlenswert.

Seit einer Woche läuft unser fünfjähriger Sohn nur noch auf den äußeren Fußrändern. Was können wir gegen seine Fußfehlstellung tun? S. M.

In diesem Fall kann ich Ihnen nur empfehlen, mit Ihrem Sohn und seinen Schuhen zu einem Facharzt für Orthopädie zu gehen, der sich das Problem genau anschauen muss und danach entscheiden kann, ob mit Einlagen das Auslangen zu finden ist oder darüber hinausgehende Therapiemaßnahmen erforderlich sind.

© SN.

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