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Mein achtjähriger Sohn klagt bereits über Rückenbeschwerden. Ich war mit ihm beim Orthopäden, allerdings hat er keinen Defekt erkennen können. Ist mehr Bewegung ein Rezept?R. V. Leider kommt es bei Kindern und Jugendlichen heute immer öfter vor, dass sie auf Grund von Bewegungsmangel unter anderem auch unter einer schwach ausgebildeten Wirbelsäulenmuskulatur leiden, was zu Haltungsschwächen führt. Die Kinder sitzen statt in aufrechter Haltung noch dazu häufig mit gebeugtem und gekrümmtem Rücken, nehmen also eine Fehlhaltung ein. Wenn das Muskelkorsett der Wirbelsäule schwach ist, werden ihre Bänder stärker belastet und dann können Schmerzen auftreten.
Da Ihr Sohn offensichtlich noch keine Schäden an der Wirbelsäule hat, empfehle ich, mit dem orthopädischen Befund einen Facharzt für Physikalische Medizin zu konsultieren. Dieser kann für Ihren Jungen ein individuelles Übungsprogramm erstellen und nach Bedarf anpassen.
Ich rate Ihnen auch, sich die Sitzmöbel Ihres Sohnes anzusehen. Sitzt er zu tief, zu hoch, sind Schreibtisch und Stuhlhöhe aufeinander abgestimmt? Liegen hier ungünstige Bedingungen vor, wird eine fehlerhafte Sitzhaltung unterstützt, Schmerzen können die Folge sein.
Jüngst habe ich in der Nacht vor einem Fußballspiel ausgiebig gefeiert und zu viel Alkohol getrunken. Am nächsten Tag fühlte ich mich schlapp und ohne Energie. Was kann man tun, um die Regeneration nach übermäßigem Alkoholkonsum zu beschleunigen? Ist Alkohol vor dem Sport generell abzulehnen und was ist mit einem Bier nach dem Spiel?G. S. Starker Alkoholkonsum vor sportlichen Belastungen wirkt sich immer leistungsmindernd aus. Leider kann man den Abbau des Alkohols in der Leber weder durch Medikamente noch durch Kaffee oder größere Wassermengen beschleunigen. Als Richtwert gilt, dass nach Ende der Resorption der Blutalkoholgehalt pro Stunde rund 0,15 Promille abnimmt. Dabei gibt es allerdings Unterschiede auf Grund des Geschlechtes, des Körpergewichtes und nicht zuletzt auch der Funktionstüchtigkeit der Leber.
Leistungsmindernd wirkt Alkohol durch seine negativen Effekte auf das Gehirn. So kommt es nach größeren Mengen auch am nächsten Tag noch zu Müdigkeit und Abgeschlagenheit, es leidet auch die Reaktionsschnelligkeit und Koordination der Bewegungen, was wiederum bei Fußballspielern vermehrt zu technischen Fehlern führt.
Gegen ein Glas Bier nach dem Sport ist nichts einzuwenden. Durch körperliche Belastungen entstehen Flüssigkeitsverluste, die möglichst rasch wieder ausgeglichen werden sollen.
Bier enthält nun sehr viel Wasser bei einem relativ geringen Alkoholgehalt, zudem einige wertvolle Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine aus dem B-Komplex. Das ist jedoch nicht als Freibrief für die Konsumation mehrerer Gläser auf einmal zu verstehen.
© SN/APA.
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