| Laufen ist leicht. Natürlich. Aber trotzdem kann man viele Fehler machen. Worauf Sie besonders achten sollten. GERHARD SCHWISCHEI
Schaut man Profis beim Laufen zu, sieht alles so leicht, fließend und harmonisch aus. Erst wenn man es selbst probiert, wird schnell klar, dass man auch vieles falsch machen kann und Laufen dann mühsam wird. Und das nicht nur, weil man konditionell nicht mit den Weltmeistern mithalten kann.
"Von der perfekten Lauftechnik zu sprechen, ist eigentlich nicht korrekt. Vielmehr geht es um die optimale Lauftechnik für die jeweilige Person", erklärt dazu der Salzburger Sportwissenschafter Michael Mayrhofer. "Es gibt kein allgemein gültiges Schema. Denn der Laufstil einer Person ist von vielen Faktoren, wie dem Körperbau oder der Muskelstruktur abhängig."
Dennoch formuliert Mayrhofer einige technische Tipps, auf die jeder achten kann. Die SN wollen Sie damit auch motivieren, sich langfristig für den 1. Salzburger Businesslauf vorzubereiten (siehe Kasten). Tipp 1: Der Kopf steuert die Bewegung. Deshalb sollte man das Kinn hochnehmen und nicht nur vor sich auf den Boden starren. Der Kopf beeinflusst in der Regel die gesamte Körperhaltung. Tipp 2: Der Oberkörper sollte aufrecht sein. Als Gedankenhilfe können Sie sich vorstellen, dass Sie am Schopf in die Höhe gezogen werden.Tipp 3: Sie laufen auch mit den Armen. Mit kräftigen Armbewegungen können Sie die Arbeit der Beine erheblich unterstützen. Dabei sind die Arme in etwa im rechten Winkel im Ellbogengelenk gebeugt. Schultern und Oberkörper sollten allerdings ruhig bleiben. Die Hände locker lassen, keine Faust bilden.Tipp 4: Achten Sie darauf, sich nicht zu stark auf und ab zu bewegen. Dabei muss das Körpergewicht nämlich immer abgebremst und wieder beschleunigt werden. Der Körperschwerpunkt sollte auch nicht zu stark nach links oder rechts hin pendeln.Tipp 5: Kurze Schritte bevorzugen. Große Schritte bringen Sie auf Dauer nicht so schnell weiter, weil sie dabei unnötig Energie vergeuden. Der Fuß setzt zu weit vor dem Körperschwerpunkt auf und bremst den Schwung ab, der durch die Vorwärtsbewegung entsteht. Optimale Schrittlänge: den Fuß knapp vor der Körperachse, also genau unter Ihrem Körperschwerpunkt, aufsetzen.
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