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Der beliebteste Wintersport war in den vergangenen Monaten ohnehin Laufen. Aber dennoch gibt es die klassischen Wintermuffel, die ihren Sportschuhen eine mehrmonatige Auszeit gönnen. Zur Fastenzeit wird man regelmäßig wieder wachgerüttelt und erinnert sich, dass man eigentlich auch schon einmal weniger auf die Waage gebracht hat und beim Stiegensteigen nicht so leicht außer Atem gekommen ist.
Also fasst man wieder gute Vorsätze und versucht einen Neubeginn. Der Salzburger Sportmediziner Josef Niebauer, selbst begeisterter Hobbysportler, weiß, worauf es dabei ankommt. Tipp 1: Ein erreichbares Ziel setzen und locker durchstarten. Niebauer: "Man muss sich nicht sofort beweisen, was man noch alles drauf hat. Dabei läuft man Gefahr, sich zu übernehmen und sofort wieder die Freude am Sport zu verlieren." Lieber kürzer und dafür öfter, lautet anfangs eine der Devisen. Für die Wiedereinsteiger: nicht mit mehr als 50 Prozent des ursprünglichen Trainingsumfangs und der Intensität starten.Tipp 2: Sich einen Fixtermin setzen, der sich nicht so leicht aufschieben lässt. Niebauer ist ein großer Freund von Sport mit Freunden und in Gesellschaft. Das sporne an und lasse Ausreden nicht so leicht zu. "Gerade für Anfänger ist Training unter Gleichgesinnten t mit Gold nicht aufzuwiegen." Tipp 3: Man sollte sich beim Aussuchen der Sportart nicht danach orientieren, was gerade "in" sei, sondern was einem Spaß mache. Nur das sei die Basis, um langfristig bei der Sache zu bleiben, betont Niebauer. Natürlich sollte es eine Sportart sein, die das ganze Jahr über ausgeübt werden könne. Im See zu schwimmen, sei in unseren Breiten leider nur wenige Monate im Jahr möglich.Tipp 4: Immer einen Alternativplan bei der Hand zu haben. Schlechtes Wetter sei keine Ausrede, wenn man für diese Fälle auf einen Ergometer oder ein Laufband ausweichen könne, sagt der Sportarzt. Wobei Training bei Regen oder Schnee auch seine Reize haben kann - vorausgesetzt, man verfügt über die dafür nötige Ausrüstung. Tipp 5: Gerade wenn man Anfänger ist oder nach längerer Zeit wieder neu durchstartet, ist eine sportmedizinische Untersuchung ein wichtiges Sicherheitsnetz. Verengte Gefäße sind bei den Frauen und Männern über 45 Jahren die Hauptursache für Todesfälle beim Sport.
Sport sei Stress für den Körper, erklärt Niebauer. Dadurch könnten Plaques aufbrechen und Blutgefäße verstopfen. Falsche Eitelkeit, weil man sich für das schlechte Leistungsniveau geniere, dürfe kein Grund sein, auf die Untersuchung zu verzichten, sagt der Sportmediziner. In der Realität sei das leider gar nicht so selten der Fall. Viele wollten erst mit einer guten Kondition kommen. Aber dabei sei gar nicht so selten ein Eingreifen nötig. Ein klassisches Beispiel sei Bluthochdruck, der im Alltag lange keine Beschwerden mache.
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