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Gesundheit - Toxikologie

Deo-Wirkstoffe nicht alle harmlos

14. Juni 2002 | 11:00

Konsumentenschützer warnen: Bestimmte Inhaltsstoffe von Deodorants können eine Gefahr für die
Gesundheit sein.

WIEN (SN, APA).

Körperpflege ist ein heikles Thema. Auf die direkte Frage "Wie oft waschen Sie sich?" antworten fast 90 Prozent der Bevölkerung sofort: "Täglich." Hygieniker und Ärzte meinen, das treffe für nicht mehr als etwa die Hälfte auch wirklich zu. Ähnlich niedrig ist die Nutzungsrate bei Deodorants gegen unangenehmen Körpergeruch.

Konsumentenschützer von "Ökotest" weisen in diesem Zusammenhang darauf hin, auf bestimmte Inhaltstoffe von Deos zu achten, die gesundheitlich nicht unbedenklich seien. Dazu zähle zum Beispiel der Stoff "Triclosan". Er sei dafür zuständig, die - geruchsbildenden - Hautbakterien in Schach zu halten. Er kann aber nach Angaben der Ökotester die Leberfunktion beeinträchtigen.

Halogenorganische Verbindungen - das sind Stoffe, die Brom, Jod oder auch Chlor enthalten - gelten im allgemeinen als allergieauslö-send, manche stehen laut "Ökotest" im Verdacht, Krebs zu erzeugen.

Deos enthalten oft auch Aluminiumsalze, die die Hautoberfläche verändern. Die Poren verengen sich und sondern somit weniger Schweiß ab. Diese List gegen die Natur könne jedoch leicht zu Irritationen und Entzündungen der Schweißkanäle führen, warnen die Ökotester. Aluminiumsalze seien vor allem in Antitranspirants oder Antiperspirants enthalten.

Nitro- bzw. Polyzyklische Moschus-Verbindungen sind künstliche Duftstoffe, die sich im Fettgewebe anreichern können. "Ökotest" meint dazu: Moschus Ambrette gelte als nerven- und erbgutschädigend (in der EU verboten). Für Moschus Xylol und Moschus Keton dürfte bald ein Verbot folgen.

Andere Zusatzstoffe in den Deos könnten wiederum wie ein Hormon wirken. Zum Beispiel Phtalate. In etlichen Produkten, die die Ökotester untersucht haben, seien Duftstoffe darin gelöst. Phthalate stehen im Verdacht, Leber, Nieren und Fortpflanzungsorgane zu schä-digen und wie ein Hormon zu wirken. Genauso bedenklich sollen manche UV-Filter sein: z. B. Octyl-Methoxycinnamate. Auch diese Substanz soll wie ein Hormon wirken. Und Polyethylenglykole (PEG) schließlich könnten die Haut durchlässiger machen und Schadstoffe in den Körper einschleusen.

© SN.

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