|
|
|
Gesundheit - Medikamente
|
|

|
 |
Maßgeschneiderte Schmerzmittel
|
 |
23. 2001 | 11:00
|
 |
|
 |
 |
 |
Weltweit leiden 10 bis 20 Prozent der Bevölkerung unter schweren, dauerhaften Schmerzen. Innsbrucker Wissenschafter haben nun neue Schmerzmittel (Analgetika) entwickelt, die direkt am Ort des Schmerzgeschehens wirken.Ein entsprechendes Weltpatent befinde sich derzeit in Anmeldung. Wie Univ.-Prof. Helmut Schmidhammer, Leiter der Abteilung Pharmazeutische Chemie am Institut für Pharmazie der Universität Innsbruck, erklärte, könnten derzeit eingesetzte starke Analgetika eine Reihe von unerwünschten Nebenwirkungen verursachen. Bei dauerhafter Einnahme bestehe zudem die mögliche Gefahr einer Abhängigkeit. Der Grund dafür sei, dass diese Therapeutika vorwiegend über das zentrale Nervensystem wirken. "Wir haben nun Analgetika entwickelt, die nicht auf das zentrale Nervensystem wirken und von denen weniger Nebenwirkungen erwartet werden. Der Kopf bleibt frei. Es kommt zu keiner Sedierung und keiner Benommenheit. Dies erhöht natürlich die Lebensqualität dieser Patienten stark", erklärte der Wissenschafter. Die neuen Schmerzmittel wirken direkt dort, wo der Schmerz auftritt, an den Schmerzrezeptoren außerhalb des zentralen Nervensystems. Die neuen Schmerzmittel könnten besonders für Menschen, die an schweren, chronischen Schmerzen leiden, wie Krebspatienten sowie bei Arthritis und Arthrose eine Hoffnung darstellen. Sie könnten auch bei Operationen, zum Beispiel bei der Schlupfloch-Chirurgie (Arthroskopie) eingesetzt werden.
© SN.
|
 |
| artikel: drucken | als
mail verschicken |
 |
| |
|
|
|
|
|