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Gesundheit - Medikamente
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Medizin wird immer eleganter
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24. September 2001 | 11:00
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Medizin im dritten Jahrtausend wird zunehmend smarter, eleganter und individueller sein. Sie wird aber auch nicht billiger, warnen Mediziner
Maßgeschneiderte Medikamente für den Patienten, Bekämpfung von Erkrankungen, noch ehe sie im Körper Symptome erzeugen, statt mühsamer Vorsorgemedizin elegante Wellness-Strategien, leistungsfähige, wendige Ärzteteams verschiedener Fachrichtungen, Room-Service für Spitalspatienten: Die Visionen der Mediziner für die alte Heilkunst zu Beginn des dritten Jahrtausends sind vielfältig; und zum Teil wurden die Ideen bereits in die Tat umgesetzt. Generalthema des Van Swieten Kongresses, Österreichs größer Ärztetagung, wird deshalb heuer auch Neuestes aus der Forschung sein sowie ihre unmittelbare Verwendung in der angewandten Medizin. Getagt wird diese Woche im Wiener AKH. Der internationale Trend zu individueller Betreuung und maßgeschneiderten Medikamenten selbst für Subtypen einer Krankheit hat in Spitzenkrankenhäusern bereits eingesetzt. Der AKH-Chirurg und Kongress-Sekretär Michael Gnant betonte am Donnerstag, die Medizin werde "immer eleganter". "Man hört auf, mit Kanonen auf Spatzen zu schießen", sagte der Mediziner im Hinblick auf die "Schlüsselloch-Chirurgie", mittels der mit kleinsten Eingriffen größte Wirkung erzielt werden kann. Die Heilkunst werde aber auch hinsichtlich Ethik und der Einhaltung von Sicherheitsstandards immer langwieriger, so Gnant und sagte: "Ich verhehle nicht zu sagen, dass die Medizin auch immer teurer werden wird. Wer das Luxusmodell haben will, muss dafür zahlen." Apropos Hightech: Eine neue Entwicklung von Krebs-Impfungen wird beim Van-Swieten-Kongress diskutiert. Dabei werden gentechnisch veränderte Zellen initiiert, die dem Körper bestimmte Antigene von Tumorzellen zur Stärkung der Abwehrreaktion darbieten sollen. Am Wiener AKH wurden mehr als 180 solcher Impfungen durchgeführt, die vielversprechend aussehen: Bei 16 von 20 Patienten konnten laut Gnant Hinweise auf spezifische Immunität gegen den Tumor nachgewiesen werden. Große Notfallübung im Wiener AKH abgesagt Ein anderes Thema der Tagung: Notfallmedizin. Auf eine großangelegte Notfallübung im Rahmen des Kongresses mit Einsätzen der Kobra, der Feuerwehr, ärztlichen Rescue-Teams sowie der spektakulären Evakuierung von Teilen des AKH wurde jedoch im Hinblick auf die Ereignisse in den USA vezichtet. "Wir wollen keine Anlassfallproblematik generieren", sagte dazu Kongress-Präsident und Onkologe Christoph Zielinski.
© SN.
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