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Gesundheit - Orthopädie
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Gegen Schmerzen bei Osteoporose
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13. April 2001 | 11:00
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Zur Schmerzlinderung bei Knochenentkalkung haben Linzer Ärzte eine in Frankreich entwickelte Methode aus den USA nach Europa zurückgeholt.
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Ihre Österreich-Premiere hat eine neue Methode mit dem Einsatz von Knochenzement zur Schmerzlinderung bei Osteoporose - Entkalkung der Knochen - am Krankenhaus der Elisabethinen gefeiert. Jede 4. Frau und jeder 10. Mann über 50 betroffen Einer 80-jährigen Patientin wurde der Knochenzement direkt in den sechsten Brustwirbel gespritzt, wie am Montag bekannt wurde. Bei der Frau, deren Schmerzen davor nur noch mit Morphin-Medikamenten zu beherrschen waren, trat eine deutliche Besserung ein. Jede vierte Frau, aber auch jeder zehnte Mann über 50 leidet an Osteoporose. Dabei werden die Knochen so instabil, dass sie zu Brüchen neigen. Wenn die Osteoporose bei der Wirbelsäule auftritt, kann der Wirbelkörper gleich bei der ersten Fraktur bis zu einem Drittel seiner Höhe verlieren. Dadurch verstärkt sich die Krümmung der Wirbelsäule, zugleich leidet der Patient unter starken Schmerzen. Die vom Radiologen Manfred Gschwandtner im Krankenhaus der Elisabethinen angewendete Methode mit der Bezeichnung "Vertebroplastie" wurde in Frankreich entwickelt und in die USA "exportiert", von dort kommt sie nun wieder nach Europa zurück. Dabei wird unter Lokalanästhesie eine hohle Nadel im Bereich des Bruches am Wirbelknochen platziert und durch sie Knochenzement eingespritzt. In der Orthopädie längst schon verwendet Der Zement, der in der Orthopä-die bereits länger bekannt ist, härtet innerhalb kurzer Zeit aus und verleiht dem Knochen neue Stabilität. Der gesamte Eingriff dauert rund eine Stunde und wird ständig mit Röntgen und durch zusätzliche Aufnahmen mit dem Computertomographen kontrolliert. Bisherige Medikamente deutlich reduziert "Am Anfang spüren die Patienten sogar eher stärkere Schmerzen, doch nach etwa 24 Stunden lassen sie so gut wie völlig nach", schilderte Gschwandtner seine bisherigen Erfahrungen. Die zuvor eingesetzten Medikamente gegen die Schmerzen hätten deutlich reduziert werden können. Das deckt sich mit dem Ergebnis einer kürzlich veröffentlichten Studie der Universität des US-Bundesstaates Maryland in Baltimore, wo 29 von 30 Patienten nach der Behandlung von einem deutlichen Nachlassen der Schmerzen berichteten. Die Methode mit dem Einspritzen von Knochenzement eignet sich auch zur Schmerztherapie bei Krebspatienten, wenn Tochtergeschwüre - so genannte Metastasen - an den Wirbelkörpern auftreten können.
© SN.
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