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Gesundheit - Orthopädie
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Das teure Kniegelenk
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22. März 2001 | 10:00
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Allein Meniskusverletzungen verursachen mehr als 70.000 Spitalstage im Jahr
Jeder dritte Österreicher hat laut der Österreichischen Gesellschaft für Unfallchirurgie Schmerzen oder zumindest Bewegungsprobleme in den Knien. Dieses wichtige Gelenk des Menschen muss fast das gesamte Körpergewicht tragen, es bewegt täglich mehrere Tonnen. "Kein Wunder, dass dieses Gelenk nach jahrelanger Überbelastung auf sich aufmerksam macht!", erklärt Prim. Dr. Karl Schrei, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Unfallchirurgie. Meniskus und Bänder stünden an erster Stelle bei Knieverletzungen. Auch der Fitnessboom trage dazu bei, dass die Gelenke mehr beansprucht werden. Kniefreundliche Sportarten seien Radfahren, Langlaufen, Schwimmen, Aerobic oder Gymnastik, weniger günstig, weil die Knie stark belastend, Fußball und Skilauf. Auch Start- und Stoppsportarten wie Tennis, Squash und Badminton gelten nicht gerade als "kniefreundlich". Aber, so Schrei: "Jeder Sport ist besser als kein Sport!" Verletzungen am Knie sind zudem kostenintensiv: Rund 16.000 arthroskopische Operationen des Kniegelenks werden in Österreich pro Jahr in den Akutspitälern durchgeführt, etwa 52.000 Spitalstage folgen. Allein Meniskusverletzungen brächten 20.000 Spitalsfälle und 70.000 Spitalstage. Nicht jede Knieverletzung müsse gleich unter das Messer kommen, unter Umständen könne entsprechender Muskelaufbau gerissene oder lädierte Kreuz- und Seitenbänder kompensieren. Selbst Operationen mittels Arthroskopie wären meist nur kleine Eingriffe. Wichtig sei die fundierte, zeitgerechte Diagnose durch den erfahrenen Arzt.
© SN.
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