| Die "Initiative Violett- Weiß" signalisiert nach dem Bruch mit Red Bull Interesse an einem eigenen Verein. Der PSV ist zum Gespräch bereit.
Michael UnverdorbenSalzburg (SN). Der PSV spielt in der 1. Fußball-Landesliga heuer nur eine Nebenrolle. Sportlich befinden sich die Stadt-Salzburger im Sturzflug. Während man auf dem Platz um den Klassenerhalt kämpft und am Sonntagvormittag beim 1:3 im Derby gegen den ASK den nächsten Dämpfer einstecken musste, wird hinter den Kulissen an einer rosigen Zukunft gebastelt.
Die violett-weißen Fangruppen, die sich nach Austria Salzburgs Übernahme durch Red Bull in der so genannten "Initiative Violett-Weiß" verbündet und sich vor kurzem endgültig vom Bundesliga-Krösus Red Bull Salzburg abgewendet haben, signalisieren Interesse an einem eigenen Klub. Erste Gespräche mit den Verantwortlichen des PSV/Schwarz-Weiß hat es bereits vor einigen Wochen gegeben. Seitdem habe man den Gedanken intensiv weiterverfolgt und Weichen gestellt, sagt Stephan Huber, der Vorsitzende der "Initiative Violett-Weiß".
"Bei Abbruch der Gespräche mit Red Bull Salzburg hat es geheißen, wir sollen doch einen eigenen Verein gründen. Genau das wollen wir jetzt tun. Und mit dem PSV/Schwarz-Weiß haben wir einen zum Gespräch bereiten Klub gefunden", erklärt Huber, der jedoch klarstellt: "Derzeit gibt es diesen Verein nur in der Theorie. Denn selbst in der Landesliga oder in der Regionalliga benötigt man Geld. Wir arbeiten noch an wirtschaftlichen Konzepten. Es gibt für uns aber mehr Möglichkeiten als viele denken. Wenn wir irgendwann den Schritt zur Vereinsgründung machen, dann werden wir nicht PSV/Violett-Weiß, sondern SV Austria Salzburg heißen."
Huber wolle kein Feindbild zu Bundesliga-Tabellenführer Red Bull schaffen, sondern einzig und allein "dem violetten Kern Fußball frei von Marketingzwecken bieten". Der sportliche Erfolg und die Liga, in der der violett-weiße Klub spielen würde, habe nicht Priorität", sagt Huber.
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