| Für Red Bull Salzburg setzte es im fünften Auswärtsspiel der Saison die vierte Pleite. Austria Wien gewann 2:0. Die Bullen liegen nur auf dem vorletzten Tabellenplatz.
HANNES WINKLBAUERWIEN (SN). Red Bull Salzburg ist in der Fremde weiterhin ein gern gesehener Punktelieferant. Die Bullen verloren am Sonntag das Duell der Millionäre gegen Austria Wien mit 0:2. Damit blieben die erneut enttäuschenden Jara-Schützlinge auch im fünften Spiel in der Fremde ohne Sieg. Team-Manager Kurt Jara hat sich das erste Viertel der Meisterschaft sicher auch anders vorgestellt. Mit nur zehn Punkten rangieren die als Meisterschaftsfavoriten gestarteten Salzburger nur an vorletzter Stelle der Tabelle.
Im Spiel der Bullen fehlten einmal mehr das Können am Ball und die Cleverness in der Offensive. Die Gründe der Niederlage: beim 0:1 durch Roland Linz ließ sich Salzburgs Viererkette von einem langen Pass überraschen. Beim 0:2 patzte der abermals unsicher wirkende Alexander Manninger im Tor. Zudem vergab Wolfgang Mair (46.) die riesengroße Chance auf den Anschlusstreffer stümperhaft.
Und dazu setzte Kurt Jara zu sehr auf Sicherheit. Dabei schienen die Gäste vom Beginn an das Spiel in den Griff zu bekommen. Sie suchten und fanden den Weg nach vorn schneller als die Gastgeber. Doch der Schein trog. Für den ersten Alarm im Salzburger Strafraum sorgte dann Manninger. Der Torhüter ließ einen harmlosen Schuss von Jocelyn Blanchard fallen.
In der 26. Minute durften die 8700 Fans im Horr-Stadion erstmals jubeln. Mit einem weiten Pass schaltete Nastja Ceh Salzburgers Viererkette aus und Linz traf zwischen die Beine von Manninger zum 1:0 ins Tor. Die erste Halbzeit endete mit einem gefährlichen Kopfball von Alexander Zickler. In der 46. Minute schien dann der Ausgleich unvermeidbar. Nach einem Chaos in der Abwehr kam Mair allein vor dem Tor zum Ball. Doch der Angreifer künstelte, anstatt abzuziehen. In der 59. Minute konnte sich Manninger auszeichnen. Er wehrte einen Kopfball von Mario Tokic mit einem Superreflex auf der Linie ab.
Der Großtat folgte aber der nächste folgenschwere Fehler. Manninger unterlief einen Eckball und Nutznießer Linz traf mit seinem zweiten Tor zum 2:0. Erst in der Mitte der zweiten Halbzeit hatte Jara endlich Jezek und Mayrleb gebracht. Danach lief das Spiel zwar besser, vor dem Tor fehlte aber weiter die Gefährlichkeit und es war abermals Zickler, der aus elf Metern verzog.
Der Sieg der Wiener, die zu mehr Torchancen kamen, geht auf jeden Fall in Ordnung. Nur einer sah das Spiel anders: Abwehr-Routinier Thomas Winklhofer behauptete nach dem Spiel, Salzburg sei klar besser gewesen. Die Reaktion von Austria-Wien-Trainer Schinkels: "Winklhofer ist zu lange in der Sonne gestanden. Er konnte daher das Spiel nicht richtig beurteilen."
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