Der Standpunkt: Zu viel Defensive, zu wenig kreativ
12. September 2005 | 11:00
HANNES WINKLBAUER
B ei einem Blick auf die Gehaltsliste könnte man den Eindruck gewinnen, sowohl die Salzburg- als auch die Austria- Wien-Spieler seien Weltklasse. Auf dem grünen Rasen kickten die Millionäre am Sonntag jedoch wie Amateure. Sie traten alle Regeln der Fußballkunst mit beiden Füßen.K urt Jara war mit zwei Angreifern angetreten, im Mittelfeld - Schopp, Carboni, Aufhauser und Suazo - fehlte jedoch ein Ideengeber. Das Problem: Kirchler ist verletzt. Auf Jezek verzichtete Jara unverständlicherweise. Die Bullen präsentierten sich daher einmal mehr als planlose Herde ohne Spielkultur. Sie suchten ihr Heil meist in hohen Bällen uns fabrizierten Ball- und Abspielfehler am laufenden Band. Red Bull bleibt damit weiterhin die Enttäuschung der laufenden Saison.E inzige erfreuliche Erkenntnis: Thomas Linke ist wieder fit, in Bestform ist der Ex-Bayern-Star nach dreimonatiger Verletzungspause verständlicherweise noch nicht. Für die abermalige Fangschwäche von Manninger - auch beim 3:2 gegen die Admira ließ er einen harmlosen Ball fallen - gibt es jedoch keine Entschuldigung.