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PO - Gemeinden

Renovieren mit der Sonne
03. Februar 2005

Immer intensiver und immer öfter wird beim Bauen die Energie von Sonne und Wasser genutzt - ein für alle lohnendes Vorhaben.

Sonnenenergie und Regenwasser erneuern sich ständig. Und warum nicht diese kostenlosen Ressourcen der Natur nutzen? Denn Sonne und Regen senden keine Rechnung und sind unerschöpflich.

Die vorbildhafte und einzigartige Althaussanierung "Wohnhaus Liebminger" weist diesen Weg des zukunftsfähigen Bauens. Es entstand dabei ein ökologisches Superniedrigenergiehaus mit Anwendung der Sonnenenergie für die Erwärmung des Brauchwassers und für Heizzwecke.

Aber auch das Regenwasser wird gesammelt und für WC-Spülung, Reinigungszwecke, Wäsche waschen sowie zur Gartenbewässerung gebraucht.Ausgangslage Am Anfang war ein Zweifamilienwohnhaus, welches in den wirtschaftlichen Aufbruchsjahren der 60er-Jahre erbaut wurde. Einfach nur mit vier Hausecken und darüber ein Satteldach mit einer Dachfläche nach Süden. Große Fenster nach Süden kennzeichnen das Haus noch. Aber sonst ein Haus wie jedes andere."Irgendwann stellte sich die Frage der Sanierung, denn am Dach gab es undichte Stellen", erzählt Leo Liebminger, "eigentlich träumte ich immer schon, die kostenlose Sonnenenergie am Dach anzuzapfen." Und aus dem Traum entwickelte sich der Plan eine große Solaranlage im Zuge der Dachsanierung zu bauen.

Diese sollte das Wohnhaus mit Warmwasser und zum Teil auch mit Heizenergie aus der Sonnenwärme versorgen.

Nutzung der Sonne Unsere Sonne liefert in nur acht Minuten so viel Energie, wie die gesamte Menschheit in einem Jahr auf der Welt verbraucht.

Was liegt also näher, als diese unerschöpfliche, friedliche und kostenlose Energiequelle anzuzapfen? Am Dach war genug Platz, denn eine Dachhälfte ist fast nach Süden orientiert. Jedoch die Dachneigung war zu flach für die optimale Nutzung der Sonnenenergie, weshalb die Kollektoren mit einer Stützkonstruktion angehoben worden sind.Niedrigenergiehaus "Die Wärmedämmung der obersten Geschossdecke war der erste Schritt zum Superniedrigenergiehaus", erläutert Leo Liebminger. Nach der Dachsanierung erfolgte die Wärmedämmung der obersten Geschossdecke aus hochverdichteter Steinwolle.

Durch die höhere Wohnqualität, Behaglichkeit und Einsparung der Wärmedämmung überzeugt, kam schon der nächste Gedanke des Bauherrn: Das Haus ringsum mit Wärmedämmung einpacken und die Fenster tauschen. Jedoch nicht nur die Wärmedämmfähigkeit der Baumaterialien sollte eine Rolle spielen, sondern auch die anderen bauphysikalischen Eigenschaften wie Wasserdampfdurchlässigkeit, Schallschutz und Brandschutz. Jeder von uns verbraucht am Tag durchschnittlich etwa 135 bis 145 Liter Trinkwasser, aber davon nur drei Liter zum Trinken und Kochen.

Wasser Über 97 % der insgesamt rund 1,4 Mio. Kubikkilometer Wasser auf der Erde sind für den Menschen ungenießbares Meerwasser. Von den restlichen knapp 3 Prozent Süßwasser ist das meiste fest gebunden - im Eis der Pole und Gletscher. Der frei nutzbare Süßwasseranteil am gesamten Wasservorrat der Erde beträgt lediglich 0,3 Prozent. Das Ansinnen liegt also nahe, das Regenwasser zu nutzen. Leo Liebminger gelang das mit einer simplen Anlage ausgezeichnet. Heute verwendet er das Regenwasser für die WC-Spülung, für die Waschmaschine und für Garten und fürs Autowaschen.

© SW.

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