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SALZBURG (APA, SN). Vor 20 Jahren wurde in Salzburg eine einzigartige Naturlandschaft unter Schutz gestellt: 1984 trat das Landesgesetz über die Errichtung des Nationalparks Hohe Tauern in Kraft. Mit rund 800 Quadratkilometern trägt Salzburg zum gemeinsamen Nationalpark mit Kärnten und Tirol bei. Die Hohen Tauern sind das größte Schutzgebiet Europas. Die 16. Nationalparkwochen, die heute, Freitag, im Kammerlandstall in Neukirchen eröffnet werden, stehen ganz im Zeichen des Jubiläums.
Mit einer Gesamtfläche von 1.800 Quadratkilometern zählt der Nationalpark Hohe Tauern zu den größten Schutzgebieten Europas. Es erstreckt sich von Alm- und Waldgebieten auf einer Seehöhe von 1.000 Metern bis hin zu den Gipfeln der Hohen Tauern. Höchster Berg ist mit 3797 Metern der Großglockner. Etwa zehn Prozent der Fläche ist von Gletschern bedeckt. Unterschiedliche Vegetationszonen sowie seltene Tier- und Pflanzenarten prägen das Gebiet. Die Krimmler Wasserfälle gehören ebenso zum Nationalpark wie der Pasterzengletscher oder der Rauriser Urwald.
Der Schutzbereich des gesamten Nationalparks erstreckt sich auf Gebiete in der Reichenspitz-, der Venediger-, der Granatspitz-, der Glockner-, der Goldberg-, der Ankogel-, der Schober- und der Lasörlinggruppe. In der Kernzone des Nationalparks dominiert eine Welt aus Fels und Eis. Die Außenzone des Nationalparks ist eine seit Generationen von Bergbauern geprägte, naturnahe Kulturlandschaft mit Almgebieten und ausgedehnten Wäldern.
Steinbock, Gämse, Murmeltier oder Steinadler gehören zur Vielfalt der alpinen Tierwelt im Nationalpark. Im Schutzgebiet laufen zahlreiche Projekte zur Wiedereinbürgerung von bedrohten Tierarten: Seit 1986 werden jedes Jahr junge Bartgeier in die Freiheit entlassen, derzeit läuft ein Projekt zur Wiederansiedlung der mittlerweile verschwundenen Urform der Forelle. Im Nationalpark laufen auch viele Forschungsprojekte - wie ein alpenweites Steinadler-Monitoring.
Bild: SN/APA
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