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SALZBURG (APA, SN). Das natürliche Vorkommen von Edelkrebsen in den heimischen Gewässern untersuchen derzeit Wissenschafter der Universität Salzburg unter der Leitung des Zoologen Robert Patzner. Laut Patzner gibt es nur noch wenige Lebensräume, in denen sich natürliche Bestände von Edelkrebsen erhalten haben.
Ein Feind der heimischen Krebse kommt aus Nordamerika: Vor etwa 150 Jahren sei mit dem Signalkrebs die für die heimischen Arten tödliche Krebspest eingeschleppt worden und habe die Bestände stark dezimiert, weiß Patzner. "Der Signalkrebs bedroht mit Erregern der so genannten Krebspest die heimischen Arten. Im Hintersee hat es vor wenigen Jahren noch natürliche Vorkommen der Edelkrebse gegeben. Nun sind sie alle verschwunden", erzählt Patzner.
Im Rahmen eines vom Land und dem Landwirtschaftministerium geförderten Projektes werden nun alle Flusskrebs- und Muschelbestände im Bundesland Salzburg erfasst. Ende 2003 soll das Vorhaben abgeschlossen sein. Die Daten fließen in einen europaweiten Flusskrebsatlas ein. Mit der Kartierung will man nun jene Gewässer finden, die nicht von Signalkrebsen "infiziert" sind und mit heimischen Beständen neu besetzt werden können.
In Salzburg haben die Wissenschafter Steinkrebsbestände vor allem in kleinen Gebirgsbächen mit klarem, kühlem Wasser entdeckt. Vorkommen gibt es hauptsächlich im Flach- und im Tennengau. Die Steinkrebse sind sehr klein und deshalb wirtschaftlich uninteressant, weiß Patzner. Die größeren Edelkrebse haben die Forscher vor allem im Pinzgau, Lungau und Flachgau entdeckt.
© SN.
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