Nahrichten


01 Nachrichten
02
03
04
05
06
07
08
  Samstag, 4. Juli 2009 PLATTFORM FÜR SALZBURG Werbung   
Internet Guide - jetzt buchen!
0102 Salzburg

Aktuell

Salzburg
...Chronik
...Kultur
...Wirtschaft
...Service
...Sport

Zeitung

Wochenende

Schwerpunkte

Sbg. Woche

Cartoon

Weblogs

imBild

Archiv

Google
Web salzburg.com

Salzburg

Osterfestspiele: "Fidelio" in Grau
13. April 2003

Schöner, braver Opernabend. Nikolaus Lehnhoff mit konventioneller Inszenierung.

SALZBURG (SN, APA). Schön und berührend, so wie Beethovens Fidelio halt ist. Das war die Premiere dieser Oper bei den Salzburger Osterfestspielen, am Samstag im Großen Festspielhaus. Regisseur Nikolaus Lehnhoff inszenierte wenig, auch das Bühnenbild von Raimund Bauer war auf ein einziges Bild in einer einzigen Farbe reduziert: Grau. Der künstlerische Leiter der Osterfestspiele, Sir Simon Rattle, dirigierte die Berliner Philharmoniker und ein prominent besetztes Solistenensemble.

Lehnhoff und Bauer ließen die Geschichte um Machtwillkür, Freiheitsberaubung und die Liebe einer Frau zu ihrem aus politischen Gründen eingesperrten Mann für sich allein sprechen und nahmen sich selbst bis zur Unsichtbarkeit zurück. Die gesamte Oper spielte in einem einzigen, räumlich bedrohlich wirkenden Bühnenbild in Orwellschem Diktatoren-Grau. Außer der in leuchtendem Gelb gehaltenen Zwangsjacke und der roten Schuhe der heiratswilligen Marzelline "störte" kein einziger Farbtupfer. Dieser Fidelio lebte ausschließlich durch Beethoven, die Geschichte von Joseph Sonnleithner und Georg Friedrich Treitschke und das schauspielerische und musikalische Talent des Ensembles.

Rattle, die Berliner Philharmoniker, der Arnold Schönberg Chor und die Sänger drückten sich (notgedrungen) nicht um die Interpretation. Am schönsten war wohl die feine Balance zwischen Orchestergraben und den Sängern auf der Bühne. Dynamische Rücksichtnahme und dennoch Kraft und Wucht, göttliche Piani und zielstrebige Tempi machten herbe Abstimmungsschwierigkeiten in der Ouvertüre schnell vergessen.

Die Solisten, Angela Denoke (Leonore, im SN/Wild-Bild) - sie bekam am Ende verdienterweise den meisten Applaus - Thomas Quasthoff (Don Fernando) in seinem Opernbühnendebüt, Jon Villars (Florestan), Laszlo Polgar (Rocco), Juliane Banse (Marzelline), Rainer Trost (Jaquino) und Alan Held (Don Pizarro) bewiesen, dass sie zur Zeit zu den gefragtesten Sängern der Welt gehören. Sie sangen und agierten überzeugend, auch wenn erhebliche Intonationspatzer (besonders Denoke und Villars) nicht unerwähnt bleiben dürfen.

Das Publikum nahm diese Premiere - wie fast schon üblich - unterschiedlich auf. Heftige Buh-Rufe setzten sich gegen die Bravos am Ende aber nicht durch. Tatsächlich ist die partielle Ablehnung unverständlich. Denn mehr Beethoven und weniger eigenständige und damit riskante Deutung geht kaum noch. Christoph Lindenbauer

© SN.

artikel: drucken | als mail verschicken
 

imBild

Die aktuellsten Bilder auf einen Blick
...früher imBild

Anzeigen

Immobilien

Karriere

Motor

Andere

Tourismus

Mehr Info
Anreise (TT-MM-JJ)
Nächte Zimmer Pers

Spiel des Monats

Elevens

Flottes Kartenspiel:
Hotelgutscheine gewinnen!
 

Informationen

Web-Tipps

BABYWEB
SZENEGUIDE

Blickpunkt

Joblounge: Gastrostellen Fahrplanabfrage

Link-Tipps

Ticket Polzer

Sbg. Woche

Sbg. Fenster

 
© 1997-2007 Salzburger Nachrichten      Kontakt   Sitemap   Impressum   AGB   Newsletter      realisiert von conova