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WIEN, SALZBURG (SN, APA). In ungewöhnlich offenen Worten hat BZÖ-Staatssekretär Eduard Mainoni in der deutschen Wochenzeitung "Die Zeit" die Hintergründe der Wiedergutmachung an NS-Zwangsarbeitern enthüllt. In einem ausführlichen und autorisierten Gespräch, das der "Zeit" nach eigenen Angaben vorliegt und dem Sozialwissenschaftler Oliver Geden von der Berliner Humboldt Universität als Grundlage für seine soeben erschienene Studie über "Diskursstrategien im Rechtspopulismus" diente, erklärt Mainoni, die Wiedergutmachungs-Zahlungen seien dazu benutzt worden, um die internationale Isolation nach der schwarz-blauen Koalition zwischen Wolfgang Schüssel und Jörg Haider im Jahr 2000 zu durchbrechen. Der ehemalige FPÖ- und nunmehrige BZÖ-Politiker Mainoni wörtlich: "Da haben wir uns eingekauft." Und weiter: "Da haben sich die ÖVP und die Freiheitlichen ... zusammengesetzt und überlegt: Okay. Wie viele Milliarden kostet uns das? Und dann haben wir das gemacht. Damit haben wir auch den Rücken frei gehabt gegenüber den jüdischen Organisationen."
In dem Gespräch, das bereits im Jänner 2004 geführt wurde, erklärte Mainoni auch unverblümt die strategischen Entscheidungen, die den Aufstieg der FPÖ bewirkt hätten. Die Hinwendung seiner Partei zur Ausländerpolitik nennt er "ein Geschäft mit der Angst". Mainoni: "Wenn wir das in Österreich zum Thema erheben, haben wir Sympathien, haben wir ein Wählerklientel, das zutiefst verunsichert ist. Nicht umsonst haben wir ja auch die Volksbegehren gemacht. Das war genau in dem Umbruch von der Yuppie-Gruppe hin zu den Massenwählern. Wir wussten, dass es schon immer funktioniert hat."
Mainoni ist Staatssekretär im Infrastrukturministerium und Spitzenkandidat des BZÖ in Salzburg. Zuvor war er Klubobmann des FPÖ-Gemeinderatsklubs in der Landeshauptstadt gewesen, 1999 zog er für die Freiheitlichen in den Nationalrat ein.
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