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SALZBURG (SN). Ein pensionierter Salzburger Lungenfacharzt bestätigte im Gespräch mit den Salzburger Nachrichten, er habe am 14. Juni dieses Jahres eine depressive 70-jährige Pensionistin getötet. Als Motiv gab der Mediziner Mitleid mit der Frau an. Die getötete Patientin sei eine langjährige Freundin von ihm gewesen.
Der Arzt schilderte gegenüber der Zeitung den Hergang bis zur tödlichen Injektion: Schon vor Jahren sei die Pensionistin mit der Frage an ihn herangetreten, ob er ihr helfen würde, wenn sie nicht mehr wolle.Er selbst habe zunächst alles versucht, der Frau bei der Bewältigung ihrer Depression zu helfen. Es war aber alles vergeblich. Sie ist immer mehr verfallen, körperlich und psychisch. Am 14. Juni habe er die tödliche Injektion schließlich verabreicht. In dem Fall hat die Salzburger Staatsanwaltschaft Vorerhebungen eingeleitet. Die Frau war im Juni in ihrem Haus in einem Sessel tot aufgefunden worden.
Der Fall der Sterbehilfe an der Frau aus Obertrum ist in Salzburg seit Tagen Gesprächsthema. Prominente Ärzte haben sich von der mutmaßlichen Tat des pensionierten Facharztes ausdrücklich distanziert. So kritisierte im Gespräch mit den SN die Ärztin und Obfrau der Hospizbewegung Salzburg, Maria Haidinger, den Missbrauch mit der Sterbehilfe. (Bild: SN/Christian Resch)
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