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Salzburg

Zoo wehrt sich gegen Vorwürfe

03. März 2006

Dienstverhältnis wurde gekündigt. Meinungsverschiedenheiten wegen Vogelgrippe. Leichter Rückgang bei Besucherzahlen.

SALZBURG (SN, APA). Der Zoo Salzburg hat die Stelle seines Tierarztes neu besetzt. Mit 1. April wird Sandra Langguth, bisher als Fachtierärztin für Zoo- und Wildtiere in Hannover tätig, in Salzburg beginnen. Vorwürfe, dass es bei der früheren Tierärztin zu Mobbing gekommen wäre, wies der Vorsitzende des Aufsichtsrates der Zoo Salzburg Gemeinnützige GmbH, Karl Ludwig Vavrovsky, am Freitag bei einem Pressegespräch vehement zurück.

Angesichts von Medienberichten sah sich Vavrovsky zu Klarstellungen gezwungen: Die kaufmännische Geschäftsführerin Sabine Grebner sei keineswegs überfordert. Er stelle sich voll hinter die Geschäftsführung, sagte der Aufsichtsrat. Auch der Behauptung, die Besucherzahlen wären rückläufig, trat Vavrovsky entgegen: Es habe 2005 nur einen Rückgang von 1,45 Prozent auf 255.061 Personen gegeben. Das sei mit dem schlechten Sommerwetter sowie einer Erhöhung der Eintrittspreise zu erklären.

Warum die frühere Zootierärztin gekündigt worden war, wollte Vavrovsky nicht sagen. Die Auflösung des Arbeitsverhältnisses sei fristgerecht und mit Zustimmung des Betriebsrates erfolgt. Die ehemalige Mitarbeiterin habe geklagt und den Vorwurf des Mobbings erhoben. Man werde sehen, was bei diesem Verfahren herauskomme, meinte Vavrovsky. Bei dem Pressegespräch klang durch, dass es zwischen der Zoo-Geschäftsführung und der gekündigten Tierärztin unterschiedliche Ansichten über Vorkehrungen gegen die Vogelgrippe gegeben habe. Die veterinärmedizinische Leitung habe Maßnahmen nicht umgesetzt, sagte Grebner. Mittlerweile seien alle Vorbereitungen getroffen worden. Es gebe Seuchenteppiche in den Gehegen sowie Notfallpakete, teilte Grebner mit.

Probleme hatte es im Zoo Salzburg auch schon mit der Kündigung eines früheren Tierarztes gegeben. Der Vorgänger der nun gekündigten Tiermedizinerin hatte ebenfalls gegen seine Kündigung geklagt. Man habe einen Vergleich geschlossen, der für den Zoo eine beträchtliche Ersparnis gegenüber einer einvernehmlichen Auflösung brachte, sagte Vavrovsky.

Bild: SN/Robert Ratzer

© SN.

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