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SALZBURG-STADT (SN). Einen besonderen Gast hatte der Zoo Salzburg über Weihnachten: Ein junger Bartgeier ließ sich fast eine Woche lang im Salzburger Zoo aufpäppeln, nachdem er durchnässt, unterkühlt und abgemagert bei Hallein hatte notlanden müssen.
Am 23. Dezember hatten zwei Mädchen unter einer Fichte in der Nähe der Halleiner Landesstraße einen großen Vogel sitzen gesehen. Sein Gefieder war total durchnässt und trotz der menschlichen Nähe unternahm der Vogel keinen Fluchtversuch.
Die beiden informierten den Zoo Salzburg und baten um Hilfe. Die Mitarbeiter des Zoos konnten es kaum glauben als sie am Fundort eintrafen: Bei dem Vogel handelte es sich um einen jungen weiblichen Bartgeier. Er ließ sich problemlos einfangen und in den Zoo bringen. Sein Gesundheitszustand war äußerst bedenklich: Neben seinem durchnässten Gefieder war er völlig unterkühlt und stark abgemagert (im Bild mit Zoo-Inspektor Philipp).
Hans Frey vom Institut für Parasitologie und Zoologie der Veterinärmedizinischen Universität Wien und wissenschaftlicher Leiter des Projekts Bartgeier-Wiederansiedelung in den Alpen wurde umgehend informiert. Die Identität des Vogels konnte durch die Beringung festgestellt werden. Es handelt sich um ein weibliches Tier, das am 1. Juni 2005 im Nationalpark Hohe Tauern freigelassen worden war.
Am Donnerstag war die junge Bartgeierdame wieder bei Kräften. Sie wird vorerst in die Eulen- und Greifvogelstation Haringsee in der Nähe von Wien gebracht, dann jedoch so bald wie möglich wieder im Nationalpark Hohe Tauern frei gelassen werden.
© SN.
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