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HALLEIN (SN, APA). Im Konkurs über den Halleiner Modelleisenbahn-Hersteller Roco fand am Mittwoch am Landesgericht Salzburg die Prüfungs-Tagsatzung statt. Dabei wurden alleine im Hauptverfahren der insgesamt sechs Roco-Insolvenzen von 880 Gläubigern Forderungen in der Höhe von rund 53 Mill. Euro angemeldet, von denen 19 Mill. Euro anerkannt und der Rest vorerst bestritten wurde. Das teilte der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) in einer Aussendung mit. Die übrigen fünf Tagsatzungen finden erst im Verlauf des Tages statt.
Der Masseverwalter hat inzwischen nach Angaben des AKV den Verkauf der Unternehmens-Assets vorangetrieben, Interessenten hätten bereits die Möglichkeit zu Überprüfungen gehabt. Im Rahmen eines mehrstufigen Bieterverfahrens soll der Bestbieter für den Kauf des Unternehmens gefunden werden, wobei die Zustimmung des Gläubigerausschusses und des Gerichtes notwendig ist.
Roco musste am 15. Juli 2005 wegen Zahlungsunfähigkeit den Konkursantrag stellen. Als Grund führte der damalige Geschäftsführer Peter Maegdefrau den Einbruch auf dem deutschen Hauptabsatzmarkt zurück, wo die Firma 65 Prozent des Geschäftes macht. Von den insgesamt rund 560 Mitarbeitern in Österreich konnten nur 220 ihren Arbeitsplatz behalten. Der Raiffeisenverband Salzburg als Hausbank gründete die Auffanggesellschaft Modelleisenbahn GmbH, die den Betrieb seither fortführt.
Roco konnte im Geschäftsjahr 2004 einen Umsatz von 44,7 Mill. Euro erwirtschaften. Das Unternehmen stellte pro Jahr rund 300.000 Lok- und zirka eine Million Waggonmodelle her, dazu Zubehör, wie Schienen und Steuerungselemente. Über 80 Prozent der Fertigung gehen in den Export.(Archivbild: SN/Ratzer)
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