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SALZBURG (SN, APA). Mehr Patienten und teurere Medikamente und Therapien sind die Ursache dafür, dass die Salzburger Landeskliniken (SALK) mit den Ausgaben um rund fünf Mill. Euro über den im Budgetvoranschlag 2005 vorgesehenen Kosten von 336,6 Mill. Euro liegen. Trotzdem werde man mit dem Landeszuschuss von 45,2 Mill. Euro zur Abgangsdeckung auskommen, sagte am Donnerstag der Geschäftsführer der SALK, Max Laimböck, zur Halbjahresbilanz 2005.
Einsparungen und Zuwächse bei den Einnahmen würden eine budgetäre Punktlandung ermöglichen, meinte Laimböck zuversichtlich. Der Budgetvorschlag 2005 sah ursprünglich Ausgaben von 336,6 Mill. Euro vor. 2004 waren es noch 324,8 Mill. Euro gewesen. Nach den neuesten Zahlen geht Laimböck für das laufende Jahr von Ausgaben in der Höhe von 341,8 Mill. Euro aus. Auslöser dafür sind vor allem zwei Faktoren: Die Zahl der stationären Patienten an den Landeskliniken stieg gegenüber dem Vorjahr um 5,6 Prozent, die der ambulanten Behandlungen um 5,4 Prozent. Im Budget 2005 war man von einer Erhöhung um 1,5 Prozent ausgegangen. Neue Medikamente und moderne Therapieformen brachten ebenfalls für beträchtliche Kostensteigerungen.
Die höchsten Zuwächse gehen dabei auf das Konto der Onkologie: Wurden im ersten Halbjahr 2003 noch 2625 Patienten an der Onkologie stationär aufgenommen, waren es in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres 4482 Personen, was einer Steigung von 70 Prozent entspricht. Noch größer ist der Zuwachs bei ambulanten Behandlungen wie Chemotherapie: Zwischen 2003 und 2005 betrug die Erhöhung der Patientenzahl 144 Prozent. Dazu kommt, dass jene Menschen, die stationär aufgenommen werden, deutlich mehr Pflegebedarf haben, erläuterte Onkologie-Primar Richard Greil. Deshalb sei auch zusätzliches Personal erforderlich.
Greil wird für Medikamente um rund zwei Mill. Euro mehr ausgeben als budgetiert wurde. Die neuen Behandlungsmethoden würden nach wissenschaftlichen Studien die Überlebensrate der Patienten deutlich erhöhen sowie eine bessere Lebensqualität gewährleisten, sagte Greil.
Um trotz höherer Ausgaben mit dem Landeszuschuss von 45,2 Mill. Euro zur Deckung des Abgangs auszukommen, hat Laimböck mit seinem Team weitere Einsparungspotenziale genützt: Insgesamt sollen so 3,6 Mill. Euro lukriert werden. Unter anderem wurden im nichtmedizinischen Bereich 20 Personalstellen gestrichen, Einsparungen bei Einkäufen, Verträgen mit Dienstleistern sowie durch eine bessere Nutzung des Bettenstandes erzielt.
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