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SALZBURG (SN, APA). Eine erhebliche Zunahme der Unfälle im Sommersport registriert die Unfallchirurgie der Salzburger Landeskliniken: 1746 Sportverletzungen wurden im Sommer 2004 behandelt, das sind um zehn Prozent mehr als ein Jahr davor. Und das, obwohl die sportliche Betätigung der österreichischen Bevölkerung insgesamt rückläufig ist. Am auffälligsten sind eine Zunahme der Unfälle im Bergsport und eine Abnahme beim Inline-Skating, schilderte am Donnerstag Unfallchirurg Clemens Hübner in einem Mediengespräch.
Parallel mit dem Boom des Sportkletterns stieg auch die Zahl der Unfälle dabei, wobei 60 Prozent mit einer leichten Verletzung enden, was auf die sehr gute Ausrüstung und die gute Kondition und Verfassung dieser Sportler zurückzuführen ist.
Unverändert hoch blieb der Anteil der Verletzungen bei Radfahren und Fußball: 29 Prozent aller ausgewerteten Verletzungen passierten beim Fußball spielen, und 32 Prozent beim Radfahren, wobei hier auch viele normale Verkehrsunfälle ins Gewicht fallen. Denn: In der Freizeit tragen die meisten Sportler einen Helm, aber auf dem Weg zur Arbeit fast niemand, schilderte der Leiter der Unfallchirurgie, Herbert Resch. Angesichts der Schwere der Verletzungen und dem hohen Anteil an Kopfverletzungen (23 Prozent) bei Radunfällen tritt er für eine allgemeine Helmpflicht für Radfahrer ein.
Insgesamt auch auffällig sind der hohe Anteil an Männern bei den Verletzten nach Sportunfällen (71 Prozent), für den die Experten keine wirkliche Erklärung haben, und die Zunahme der Verletzungen bei den älteren Menschen.
© SN.
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