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Mord-Verdächtiger festgenommen

27. Juli 2005
Vize-Polizeichef auf den Bahams: „Entscheidender Durchbruch in den Ermittlungen.“ Raubmord an Salzburgern.

SALZBURG, NASSAU (SN, APA). Nach dem Mord an einem Touristenpaar aus Salzburg auf der Bahamas-Insel Bimini wurde am Dienstag (Ortszeit) ein Verdächtiger festgenommen. „Wir gehen davon aus, dass uns ein entscheidender Durchbruch bei den Ermittlungen gelungen ist“, sagte der stellvertretende Polizeichef Reginald Ferguson (Royal Bahamas Police Force). Die Beamten ermitteln in Richtung Raubmord.

Die Leichen der Frau und des Mannes, einer Therapeutin aus St. Jakob am Thurn (32) und eines Salzburger Betriebswirts (35), waren am Samstag in ihrem Zimmer entdeckt worden. Der 35-Jährige lag gefesselt und geknebelt zwischen den Betten. Er sei in den Rücken geschossen worden. Auf einem der Betten wurde die 32-Jährige gefunden. Ein Projektil hatte sie im Bereich des Magens getroffen, darüber hinaus wies die Tote Verletzungen am Kopf auf.

Unmittelbar nach der Festnahme des Verdächtigen begannen die Ermittler mit den Verhören. „Wir glauben, dass er eine entscheidende Rolle bei den Morden gespielt hat“, berichtete Reginald Ferguson. Nähere Einzelheiten zur Person des Mannes und über die Inhalte der Einvernahmen wollte er zunächst nichts sagen. Allerdings: Hinweise auf einen Komplizen gebe es nicht, sagte der Vize-Polizeichef. Der Zugriff der Exekutive erfolgte auf der Insel Bimini, wo sich das Verbrechen ereignete. „Wir gehen von einem Raubmord aus“, betonte Ferguson.

Die Leichen der Österreicher wurden nach Nassau, die Hauptstadt der Bahamas, gebracht. Eine Obduktion hat noch nicht stattgefunden. „Bei uns ist es üblich, dass zuerst Angehörige die Toten identifizieren. Erst dann erfolgt die Autopsie. Es sind noch keine Verwandten der Österreicher eingetroffen“, sagte Ferguson.

Die Bahamas beschrieb der Beamte als „relativ ruhigen Platz“. „Ich würde gerne behaupten, dass es bei uns keine Morde gibt. Aber derartige Verbrechen, wie jenes an den Österreichern, sind eine Ausnahme. Es kommen viele Touristen zu uns. Es gibt eine eigene Polizeieinheit, die für deren Sicherheit sorgt. Wir werden alles Mögliche tun, die Bluttat restlos aufzuklären.“

© SN.

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