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RIED (SN, APA). Die dritte Runde der T-Mobile-Bundesliga endete am Sonntagabend mit einer dicken Sensation. Aufsteiger Ried deklassierte zu Hause vor ausverkauftem Haus (7.600 Zuschauer) das Salzburger Starensemble hoch verdient mit 3:0 (1:0) und überholte die Mozartstädter damit auch in der Tabelle.
Goalgetter Kuljic mit einem Traumtor (45.), Kapitän Angerschmid (67.) und Ex-Salzburger Eder mit einem Kopfball (85.) sorgten für die zweite Niederlage im zweiten Auswärtsmatch der Salzburger Red-Bull-Vereinsgeschichte. Die Rieder - zum Auftakt zwei Mal 0:0 - mit Goalie Hans-Peter Berger sind nach 270 Liga-Minuten das einzige Team ohne Gegentreffer.
Dass sich der Unmut der Salzburger Fans gegen die veränderten Klubfarben (Rot und Blau statt Violett) noch lange nicht gelegt hat, zeigte sich nach 20 Minuten. Aus dem Sektor der rund 500 mitgereisten Salzburg-Fans flogen im Stile des Mitte April abgebrochenen Champions-League-Viertelfinales Inter Mailand - AC Milan bengalische Feuer aufs Feld. Eines davon brannte einen Teil des Tornetzes durch, nach rund vierminütiger Unterbrechung konnte Schiedsrichter Einwaller die Partie wieder fortsetzen.
Aufsteiger Ried erwies sich als lauf- und kampfstark, der mit zahlreichen Ex-Salzburgern (neben Torschütze Eder auch Seo und Brenner) gespickte Hausherr hatte aber auch spielerisch einiges zu bieten. Die Salzburger zeigten vor allem in der Abwehr Schwächen und kamen erst in der zweiten Spielhälfte in Schwung.
Ähnlich sah das Trainer Kurt Jara: "Wenn fast alle Spieler erst nach 60 Minuten merken, dass sie einen Arbeitstag haben, dann ist das natürlich zu spät. Man darf nicht so überheblich auftreten, wie wir das eine Stunde lang gemacht haben. Der Aufsteiger hat uns gezeigt, was im Fußball über 90 Minuten notwendig ist. Gegen Rapid muss eine in punkto Kampfbereitschaft ganz andere Mannschaft auf den Platz laufen." Der amtierende Meister aus Wien ist kommenden Samstag zu Gast in Salzburg. (Bild: SN/APA)
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