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SALZBURG-STADT (SN, APA). Sieben junge Geparden sind seit kurzem im Salzburger Zoo Hellbrunn im über 4000 Quadratmeter großen Freigehege zu bewundern. Die beiden Gepardinnen "Afra" und "Namibia" hatten die Jungen im vorigen Herbst zur Welt gebracht. Namen haben die Jungtiere noch nicht, "es müssen erst Paten gefunden werden", sagte am Donnerstag Pressesprecherin Christine Beck-Graninger.
Geparden sind in Afrika sowie südlichem Asien verbreitet und ernähren sich hauptsächlich von Antilopen, Gazellen, Kleinsäuger sowie Vögel. Die Tragzeit des schnellsten Säugetieres beträgt 90 bis 95 Tage. Die stark gefährdeten Raubkatzen erreichen ein Gewicht von 40 bis 63 Kilo. Dieser Vierbeiner nimmt eine Sonderstellung unter den Katzen ein: Ein typisches Katzenmerkmal, die Möglichkeit die Krallen zurückzuziehen, verliert sich im Alter von zirka sechs Monaten, wodurch die Spuren der Geparde leicht zu erkennen sind. Der Gepard ist kein guter Kletterer, springt jedoch bis zu 4,5 Meter hoch, um zu einem Ruhe- und Aussichtsplatz zu gelangen.
Wegen seiner Hochbeinigkeit und der Form des Rumpfes wirkt der Gepard eher windhund- als katzenartig. An seine Beute, vor allem Gazellen und Antilopen, schleicht er sich so nahe wie möglich heran, um sie dann mit einer Geschwindigkeit von bis zu 110 km/h zu hetzen. Diese Höchstgeschwindigkeit kann aber nicht lange durchgehalten werden. Anschließend muss der Gepard eine Pause machen bevor er seine Beute verzehren kann.
Geparden-Weibchen leben - außer in der Zeit der Jungenaufzucht - alleine. Die Männchen leben teils als Einzelgänger, häufig aber auch in Koalitionen von zwei bis vier Geparden, meist Geschwistern. Sie verteidigen ihre Gebiete erbittert und oft enden diese Kämpfe mit dem Tod: So oft, dass es nur halb so viele erwachsene Männchen wie Weibchen gibt.
Nicht nur die häufige Vertreibung des Geparden von seiner Beute durch Löwen und Hyänen sind eine Gefahr für den Bestand dieser Art, auch die Jungtiere sind stark gefährdet. Die Mutter muss sie, während sie auf Beutesuche ist, allein an geschützten Stellen zurücklassen. Zwar versteckt sie die Kleinen in Felsspalten und Mulden, dennoch fallen etwa ein Viertel der Junge anderen Raubtieren zum Opfer. Nur vier von zehn Jungen werden vier Monate alt und auch danach ist die Sterblichkeit hoch. (Bild: SN/APA/Neumayr)
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