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LKH Leoben nach anonymer Bombendrohung evakuiert

23. Mai 2007 | 07:41

Das obersteirische LKH Leoben ist nach einer anonymen Bombendrohung in den Morgenstunden des Mittwoch evakuiert worden. Rund 400 Personen - überwiegend Patienten, aber auch Personal - wurden von den Einsatzkräften auf die Baustelle eines Parkplatzes gegenüber des Spitals gebracht. Die Sprengstoff-Spezialisten der Polizei mit einem Spürhund konnten allerdings keinen Sprengsatz finden.

Gegen 4.45 Uhr konnte Entwarnung gegeben werden, die Patienten wurden wieder in das Gebäude gebracht werden, sagte ein Polizist zur APA. Laut dem Stadtpolizeikommando Leoben war die Bombendrohung beim Nachtportier des LKH Leoben eingegangen. Der Anrufer - eine männliche Stimme mit einheimischen Dialekt - kündigte kurz einen versteckten Sprengsatz im Spital an und legte dann sofort auf. Auf dem Display des Nachtportiers schien keine Nummer auf.

Der Portier schlug sofort Alarm, das LKH wurde unter Mithilfe von Feuerwehr und Rotem Kreuz geräumt, auch gehfähige Patienten haben bei der Evakuierung mitgeholfen. Lediglich die Patienten der Intensivstation blieben unter Betreuung im Objekt, da diese nicht von den medizinischen Geräten abgeschlossen werden konnten.

An der Evakuierung - die gleich mit dem Anruf um 1.15 Uhr am Mittwoch begann und nach rund einer halben Stunde beendet war - waren rund 70 Feuerwehrleute, 20 Rotkreuz-Angehörige und 32 Betriebsangehörige des LKH Leoben beteiligt.

Über das Motiv des Anrufers herrschte am Mittwoch früh noch Unklarheit. Möglich wäre es, dass die Bombendrohung gegen den Grazer Hauptbahnhof von der vergangenen Woche einen Nachahmungstäter auf den Plan gerufen hat. Der Anrufer, der am Donnerstag telefonisch von einem Sprengsatz im Bahnhof gesprochen hatte, konnte noch am selben Tag ausgeforscht und verhaftet werden.

© SN/APA.

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