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CO2-Emissionen steigen schneller als befürchtet

22. Mai 2007 | 15:45

Der weltweite Kohlendioxidausstoß steigt schneller als befürchtet. Nach einer jüngsten Studie kletterte der Ausstoß von 2000 bis 2004 pro Jahr drei Mal so schnell wie in den Neunziger Jahren. Er wuchs damit stärker, als in den schlimmsten Szenarien des UN-Klimarats vorausgesagt wurde. Das berichtet ein internationales Forscherteam, darunter auch Gernot Klepper vom Institut für Weltwirtschaft.

Die Zuwachsrate sei in sich schnell entwickelnden Ländern wie China zwar am stärksten. Hauptverursacher des menschengemachten Klimawandels seien aber die Industrieländer. "Auf die Industrieländer, die nur 20 Prozent der Weltbevölkerung präsentieren, entfallen fast 60 Prozent der derzeitigen Emissionen und 80 Prozent der seit der Industriellen Revolution in der Luft angesammelten Kohlendioxid-Emissionen", sagte der Hauptautor Mike Raupach vom Global Carbon Project in Canberra (Australien).

Von 1990 bis 1999 stieg der weltweite Kohlendioxidausstoß um 1,1 Prozent pro Jahr. Von 2000 bis 2004 waren es jährlich bereits mehr als drei Prozent, heißt es in dem Bericht. Bisher nahmen Senken wie Ozeane und Wälder rund die Hälfte des vom Menschen produzierten Kohlendioxids auf. Nun gibt es Hinweise, dass diese Senken das bei dem wachsendem CO2-Ausstoß nicht mehr leisten können.

Der Zuwachs seit dem Jahr 2000 sei nicht nur durch das Bevölkerungswachstum und den wachsenden CO2-Ausstoß pro Kopf erklärbar. Keine Region der Welt vermindere derzeit ihren Kohlenstoffverbrauch pro Energieeinheit, heißt es in der Studie.

Die ärmeren Länder mit insgesamt 80 Prozent der Bevölkerung sind 2004 für 73 Prozent des Wachstums der Kohlendioxidemissionen verantwortlich gewesen. Sie haben aber nur 41 Prozent der weltweiten Emissionen und 23 Prozent der seit der Industriellen Revolution angesammelten Emissionen.

© SN/APA.

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