| Mit einem schweren Vorwurf sieht sich die Klagenfurter SPÖ konfrontiert: Beim vergangenen Parteitag am 12. Mai soll das Ergebnis der Wahl des Bezirksparteichefs Ewald Wiedenbauer manipuliert worden sein. Das behaupten 22 Parteitagsdelegierte, die dazu eine eidesstattliche Erklärung bei einem Notar deponierten.
Wiedenbauer und Landesparteichefin Schaunig wollen die Angelegenheit vor dem Parteischiedsgericht geklärt wissen, die Staatsanwaltschaft wurde erst am Dienstag von der angeblichen Manipulation informiert. Auf dem Parteitag waren insgesamt 113 Delegierte wahlberechtigt.
Als offizielles Ergebnis der Wiederwahl Wiedenbauers wurden 93,75 Prozent beziehungsweise 105 gültige Stimmen sowie sieben Streichungen und eine Enthaltung verkündet. In der Folge sollen aber mehr Delegierte erklärt haben, nicht für Wiedenbauer gestimmt zu haben. Schließlich deklarierten sich einige Tage nach dem Parteitag 22 Delegierte auf einer Liste, die bei einem Notar hinterlegt wurde.
Die am Dienstag in der "Kleinen Zeitung" veröffentlichte angebliche Manipulation sorgte jedenfalls in der Kärntner Polit- und Medienszene für große Aufregung. Der Vorsitzende der Wahlkommission auf dem Parteitag, Hermann Riepl, war vorerst für eine Stellungnahme nicht erreichbar, sowohl Schaunig als auch Wiedenbauer wollen sie Sache aber vor das Schiedsgericht bringen.
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