| Gravierende Auffassungsunterschiede gibt es in Österreich zwischen Jung und Alt darüber, was die Politik zu tun oder zu verändern hat. Im Hinblick auf die Duldung von Sex und Pornografie klaffen die Meinungen der jüngsten Befragten und der Seniorengruppe besonders weit auseinander, so eine IMAS-Studie.
Dabei zeigte sich, dass neben der Sicherung der Pensionen (72 Prozent) die Gesamtbevölkerung vier Zielsetzungen für vordringlich hält: härtere Strafen für Verbrechen (66 Prozent), bessere Betreuung alter und pflegebedürftiger Menschen (65 Prozent), Eindämmung des Zustroms von Asylanten (63 Prozent) und vermehrte Sauberkeit in der Politik (62 Prozent).
Auch ein intensiverer Klimaschutz und eine verbesserte Ausbildung für junge Menschen ist den Österreichern wichtig. Des weiteren wünschen sie sich ein stärkeres Augenmerk auf die Bewahrung der österreichischen Lebensart und die berufliche Gleichberechtigung der Frauen.
Zwischen den Altersgruppen gibt es allerdings unterschiedliche Prioritäten: 42 Prozent der über 50-jährigen Österreicher wollen Sex und Pornografie in Illustrierten und Filmen bekämpfen. Bei den unter 25-Jährigen ist dieses Thema nur 19 Prozent ein Anliegen.
Vergleichsweise mehr als die übrige Bevölkerung wünschen sich die unter 25-jährigen Österreicher die Abschaffung des Bundesheers. Zudem sind ihnen stärkere Anstrengungen für den Zusammenschluss Europas, die Erhöhung der Leistungs- und Aufstiegsbereitschaft und die Verwirklichung einer multikulturellen Gesellschaft wichtig.
Überdurchschnittlich wichtig ist den über 50-Jährigen eine bessere Altenbetreuung, die Bewahrung der österreichischen Lebensart und die dem sozialistischen Denken konforme Kontrolle der Wirtschaft durch den Staat.
© SN/APA.
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