| Oswald Tschirtner, einer der renommiertesten Künstler des niederösterreichischen Zentrums Maria Gugging, ist am Sonntag im Alter von 86 Jahren verstorben. Tschirtners fragile Zeichnungen und insbesondere seine "Kopffüßler" sind unverwechselbar und brachten ihm Weltruhm ein.
Aus der Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt, war Tschirtner seit 1947 in ständiger psychiatrischer Betreuung. 1981 zog er in das "Haus der Künstler" und erhielt zusammen mit den anderen "Künstlern aus Gugging" 1990 den Oskar-Kokoschka-Preis. Nach kurzem Krankenhausaufenthalt sei Tschirtner friedlich entschlafen, hieß es in einer Aussendung der Galerie der Künstler aus Gugging.
Tschirtners Werke befinden sich in bedeutenden privaten und öffentlichen Sammlungen wie etwa im japanischen Setagaya Museum, im Philadelphia Art Museum oder im Museum moderner Kunst in Wien. Seine Gemälde und Zeichnungen sind permanent im Museum Gugging zu sehen.
Das "Haus der Künstler" entstand in Maria Gugging aus dem "Zentrum für Kunst- und Psychotherapie". Das Haus diente als Wohnhaus, Atelier, Galerie und Kommunikationsraum. Neben Tschirtner sind etwa Johann Hauser oder August Walla zu internationaler Berühmtheit gelangt.
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