| Eine Kombination aus Pacht und Kauf hat der steirische Landeshauptmann Stellvertreter Schützenhöfer als Verhandlungsergebnis in Sachen Tierpark Herberstein präsentiert. Schützenhöfer teilte den Kauf von Erweiterungsflächen und Parkausstattung sowie die Pacht des Kernareals mit. Nach einem Beschluss in einer Sitzung der Landesregierung am kommenden Mittwoch werden die Verträge ausgehandelt.
"Wir sind nicht am Ziel, aber einen großen Schritt weiter", so Schützenhöfer. Bei den vorliegenden Verhandlungsergebnissen gebe es nichts zu rühmen, aber er könne sie akzeptieren. Der Tierpark soll nun zum "Landestierpark" werden und dazu eine Landesgesellschaft gegründet werden.
Der Kernbereich - das 226.989 Quadratmeter große Areal des Tierparks - soll ab 1. Oktober 2006 auf 20 Jahre mit einem jährlichen Zins von 92.500 Euro in Bestand genommen werden. Der Gesamtbetrag wird vom Land als Pachtvorauszahlung geleistet. Gekauft werden Betriebs- und Erweiterungsflächen im Gesamtausmaß von 113.403 Quadratmetern um 524.300 Euro sowie alle Fahrnisse - Betriebs- und Geschäftsausstattung - zum Pauschalpreis von 230.000 Euro.
Das Land Steiermark wird die 40 Arbeitnehmer des Tierparks übernehmen. Mitverhandelt wurden auch die insgesamt sechs Hektar großen "Seegrundstücke" am Stubenbergsee einschließlich der Baufläche "Seehof". Diese werden von der Gemeinde Stubenberg um 1,2 Mio. Euro erworben.
Landeshauptmann Voves bezeichnete den Plan als "gute Basis für den Neustart beim Tierpark Herberstein unter Führung des Landes". Voves fühlte sich bestätigt, eine Überbrückungshilfe im Dezember 2005 gewährt zu haben. "Jetzt ist eine klare Trennung zwischen Privatvermögen der Familie Herberstein und den landesgeförderten Bereichen gegeben."
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