| Der Slogan der Jubiläumskampagne lautet zwar "Natur ist Zukunft", doch der 25. Geburtstag der heimischen Nationalparkidee war am Mittwoch für Umweltminister Pröll Anlass für einen wohlwollenden Blick zurück. Die mittlerweile sechs Einrichtungen machen drei Prozent der Gesamtfläche aus - und müssten auch international keinen Vergleich scheuen, so Pröll.
"Von Anfang an sollten die Nationalparks nicht unter einen Glassturz gestellt werden, sondern multifunktionale Einrichtungen sein." Heute dienen sie unter anderem dem Artenschutz, der Bildung, Forschung und haben überdies als Touristenmagnet eine wirtschaftliche Bedeutung. Die Aufenthaltsdauer war dort im Vorjahr mit 5,5 um einen Tag höher als im österreichischen Schnitt. Besonders freut Pröll, dass 2005 mehr als 61.000 Schüler im Rahmen von Projekten in den Nationalparks unterwegs waren
Im Jubiläumsjahr sollen noch mehr Menschen in die Schutzgebiete gelockt werden - unter anderem mit Hilfe der Kampagne "Natur ist Zukunft", die zu einem guten Teil durch die Nationalbank finanziert wird.
22 Millionen Euro investieren Bund und Länder gemeinsam jedes Jahr. Davon konnte der dienstälteste Nationalpark-Direktor Peter Rupitsch nur träumen, als er seine Funktion im Kärntner Teil der Hohen Tauern antrat: "1981 gab es viel Kritik am Alleingang Kärntens - es war ein mühsamer Beginn." Zwei Jahre später fing er an - ohne Mitarbeiter und als "Untermieter" im Büro des Bürgermeisters von Heiligenblut.
Doch aus dieser Keimzelle wurden sechs Parks mit insgesamt 250.000 Hektar. "Sie schützen die wertvollsten Teile Österreichs", unterstrich Rupitsch. Dabei soll es vorerst bleiben, denn laut Pröll ist derzeit kein weiterer Nationalpark in der Diskussion.
© SN/APA.
|