| Die ersten Fälle der auch für Menschen gefährlichen Vogelgrippe in Italien und Griechenland alarmieren die Seuchenexperten der EU. Auf einem Krisentreffen wollen die Fachleute aus den 25 Mitgliedstaaten am kommenden Donnerstag und Freitag in Brüssel über Abwehrmaßnahmen gegen das gefährliche H5N1-Virus beraten.
Wie die EU-Kommission am Samstag in Brüssel mitteilte, ergriffen die Behörden in Italien und Griechenland Vorsichtsmaßnahmen, um eine Ausbreitung der Seuche zu verhindern. Das EU-Labor in Weybridge bei London wies das H5N1-Virus auch in verendeten Schwänen aus Bulgarien nach.
Nach den Angaben verpflichtete sich die italienische Regierung, rund um die Seuchenherde Sicherheitszonen einzurichten. Im Umkreis von drei Kilometern muss Geflügel in den Ställen bleiben. Im Umkreis von zehn Kilometern sind die Landwirte angewiesen, strenge Hygienemaßnahmen einzuhalten. Die Vorschriften gelten zunächst für 21 Tage.
Die Kommission hatte schon am Freitag dieselben Vorgaben für die griechischen Behörden beschlossen. In allen drei Ländern wiesen Labors das gefährliche H5N1-Virus in wilden Schwänen nach.
Im Fall Bulgariens bereitet die Kommission ein Importverbot für alles Geflügel und Wildvögel, Geflügelfleisch, Eier und unbehandelte Federn vor. Die Behörde wies daraufhin, dass wegen einer anderen Tierkrankheit derzeit kein Geflügel und keine Geflügelprodukte aus Bulgarien in die EU eingeführt werden dürfen.
© SN/APA.
|