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Handy laut Eltern Schuldenfalle Nummer eins

23. September 2005 | 10:01

Das Handy ist nach Ansicht der österreichischen Eltern die Schuldenfalle Nummer eins. Fast zwei Drittel machen sich zudem Sorgen um die Gesundheit der Familie. Das geht aus einer Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstituts "market" hervor, deren Ergebnisse am Freitag veröffentlicht wurden.

"market" führte im September telefonische Interviews mit 502 repräsentativ für die österreichischen Eltern ausgewählten Personen durch. Dabei stellte sich heraus, dass 73 Prozent im Handy bzw. dem Telefonieren eine "besonders große" oder "große Gefahr" für eine Überschuldung sehen. Auf den Plätzen folgten Auto bzw. Kfz, der Computer samt dazugehörigen Spielen, das Internet sowie Ausgehen und Disco.

64 Prozent der Eltern sorgen sich "sicher sehr" bzw. "eher" darum, wie gesundheitsschädlich Handystrahlung wirklich ist. 61 Prozent gaben an, dass sie sich verunsichert fühlen, wenn die Kinder unerwartet nicht über das Mobiltelefon erreichbar sind. 48 Prozent erklärten hingegen, dass man durch die Handys immer weiß, wo sich der Nachwuchs aufhält. 35 Prozent glauben an die Wirksamkeit eines Telefonverbots als Sanktion.

58 Prozent der Eltern sind der Ansicht, dass sich das Kommunikationsverhalten der Kinder in den vergangenen zehn Jahren etwas bzw. sehr verschlechtert hat. Nur vier Prozent sehen eine starke, 16 Prozent eine leichte Verbesserung.

Als zweckmäßigste Maßnahme zur Eindämmung des Handygebrauchs wird das Wertkartentelefon mit eingeschränktem Guthaben angesehen (93 Prozent). 88 Prozent sehen als sehr zweckmäßig bzw. zweckmäßig an, den Kindern die Nachteile des Mobiltelefons zu erklären. 85 Prozent glauben, dass man selbst wenig mit dem Handy telefonieren sollte, um mit gutem Beispiel voranzugehen. Immerhin 44 Prozent der Befragten könnten sich für Kinder unter zwölf Jahren ein Verbot der Nutzung von Mobiltelefonen vorstellen.

© SN/APA.

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