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Iran setzt Uranumwandlung in Isfahan fort

16. August 2005 | 16:28

Der Iran hat der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) mitgeteilt, dass es die Umwandlung von Uran in der Atomanlage in Isfahan fortsetzten wird. Gleichzeitig - als Entgegenkommen an die IAEO - werde die umstrittene Uran-Anreicherung, der nächste Schritt in der Uran-Bearbeitung, nicht wieder aufgenommen. Das berichtete am Dienstag die iranische Nachrichtenagentur ISNA.

Der Sprecher der Atom-Delegation im iranischen Sicherheitsrat, Ali Agamohammadi, sagte, auf dieser Basis wäre der Iran zur Fortsetzung der Gespräche mit dem EU-Trio Frankreich, Deutschland und Großbritannien bereit.

Die Atomanlage in Isfahan, in der Uran zum Anreicherungsgas Uranhexafluorid umgewandelt wird, war am vergangenen Mittwoch nach mehr als acht Monaten wieder in Betrieb genommen worden. Das iranische Vorgehen löste international Kritik aus. In Natans kann das umgewandelte Uran aus Isfahan angereichert werden. Die Anlage bleibt jedoch geschlossen. Schwach angereichertes Uran wird in Kernkraftwerken, hoch angereichertes zur Herstellung von Atomwaffen verwendet.

Mehr als tausend iranische Studenten demonstrierten am Vormittag bei der Atomanlage von Isfahan für die Beibehaltung des iranischen Atomprogramms. Sie bildeten eine Menschenkette um die Uranumwandlungsanlage und erklärten, für das Recht des Iran auf eine friedliche Atomtechnologie "bis zum Ende kämpfen" zu wollen. Die Demonstranten verurteilten die IAEO-Resolution vom vergangenen Donnerstag als illegal und politisch motiviert, in der der Iran zur Schließung der Anlage in Isfahan aufgefordert wurde.

Die Regierung solle außerdem ihren diplomatischen Ton gegenüber dem Ausland verschärfen, hieß es. "Kernenergie ist unser Recht" war in Sprechchören zu hören. Trotz internationaler Proteste hat der Iran vergangene Woche die Atomanlage in Isfahan wieder vollständig in Betrieb genommen. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEO) rief Teheran daraufhin in einer Resolution auf, die Uran-Umwandlung wieder einzustellen.

© SN/APA.

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