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Alpinale vergab "Goldene Einhörner" an Frankreich

15. August 2005 | 17:15

Mit der Vergabe der "Goldenen Einhörner" ging am Sonntagabend das diesjährige Europäische Filmfestival "Alpinale" in Nenzing bei Bludenz zu Ende. Den Preis der Jury erhielt der französische Streifen "Stricteterum". Als bester professioneller Film wurde mit "Mort a L'ecran" ebenfalls eine französische Produktion ausgezeichnet. Insgesamt wurden 198 Filme aus 15 europäischen Ländern eingereicht.

Die wichtigste Auszeichnung - der Preis der Jury - ging an den Film "Stricteterum" (F 2004, Regie: Didier Fontan, Anne Kessler, Laurent Natrella). "Ein Abbild unserer Mikrogesellschaften, gemacht aus Plastik, liefert diese mutige Kinovision, verschachtelt auf verbaler, inhaltlicher, ausstatterischer und nicht zuletzt auch filmischer Ebene. Die Puppen, die hier leben, sind schließlich dazu verdammt, unser Tun und Lassen zu imitieren. Mit Detailliebe und herausfordernden Momenten geht der Film über die Konventionen hinaus," begründete die Jury ihre Entscheidung.

Als bester professioneller Film wurde "Mort a l'ecran"(F 2005, Regie: Alexis Ferrebeuf) mit einem "Goldenen Einhorn" ausgezeichnet. "Die Reality-Show über die Exekution der Todesstrafe entlarvt den Zynismus und die Methoden des Quotenfernsehens. Der Film führt auf drastische Art und Weise die Manipulierbarkeit des Publikums vor", heißt es in der Begründung der Jury.

Die deutsche Produktion "Musca" (Regie: Adrian Mayer) wurde als bester Hochschulfilm ausgezeichnet. Das Rennen um den besten Animationsfilm gewann die belgische Produktion "Bonhommes und Lunolin, Petit Naturalste" (B 2003 + 2004, Regie: Cecillia Marreiros Marum). Den Preis der Publikumsjury erhielt "Agricultural Report" (IRL 2004, Regie: Melina Sydney Padua). Den Preis für den besten Kinderfilm gewann "Der Fakir" (DK 2004, Regie: Peter Flinth). Mit der Jean-Thevenot-Medaille wurde "Ego sum alpha et omega" (D 2005, Regie: Jan-Peter Meier) ausgezeichnet.

© SN/APA.

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