| Mit der Unterzeichnung des neuen Rahmen-Kollektivvertrags durch die NHL-Führung ist am Freitag der Schlussstrich unter den "Lockout" gezogen worden. Nach dem Ausfall der gesamten Saison 04/05 wegen des Gehaltsstreits startet die NHL am 5. Oktober mit einigen Regeländerungen, die das Spiel attraktiver machen soll.
Neben den am Freitag beschlossenen Änderungen wurde auch Grünes Licht für die Teilnahme der NHL-Profis an den Olympischen Spielen 2006 in Turin (10. bis 26. Februar) und 2010 in Vancouver gegeben. Die NHL wird für Turin eine dreiwöchige Pause einlegen. Auch für Vancouver 2010 wird der Spielbetrieb unterbrochen. Dafür wird in diesen Jahren das jeweilige NHL-Allstar-Weekend gestrichen.
Der neue Vertrag sieht für die kommenden sechs Jahre eine Gehaltsobergrenze von jeweils 39 Mio. Dollar für die 30 NHL-Klubs und eine Einkommens-Reduktion von 24 Prozent für laufende Spielerverträge vor. Der Mindestlohn wurde von 185.000 auf 450.000 Dollar erhöht. Kein Spieler kann mehr als 20 Prozent des Budgets seines Teams verdienen, in der kommenden Saison demzufolge maximal 7,8 Millionen Dollar. Die NHL verstärkt zudem das Leistungsprinzip: Teambesitzer können künftig Profis, die unter ihren Möglichkeiten spielen, im Gehaltsgefüge herunterstufen.
Die Änderung der Spielregeln soll NHL-Eishockey wieder offensiver und attraktiver machen. Abseits an der Roten Linie wurde abgeschafft, die neutrale Zone verkleinert und dadurch die Angriffsdrittel vergrößert. Die Schiedsrichter sind angehalten, Vergehen wie Behinderung oder Halten strikter zu ahnden. Schließlich wurde auch die Größe der Torhüter-Ausrüstung um elf Prozent reduziert. Und künftig wird bei einem Unentschieden nach Ablauf der fünfminütigen Verlängerung in einem Penaltyschießen der Sieger ermittelt.
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