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2.000 Tote auf Nias nach Sumatra-Beben befürchtet
28. März 2005 | 19:15

Ein schweres Seebeben im Indischen Ozean hat am Montag in den von der Tsunami-Katastrophe betroffenen Ländern hunderttausende Menschen in Panik versetzt. Mehrere Stunden nach dem Beben gaben die Behörden vieler Länder aber wieder Tsunami-Entwarnung. Auf der Insel Nias südlich von Sumatra sind nach Regierungsangaben jedoch wahrscheinlich bis zu 2.000 Menschen getötet worden.

"Es wird mit ungefähr 1.000 bis 2.000 Toten gerechnet", sagte Indonesiens Vizepräsident Yusuf Kalla am Dienstag im Radio. Die indonesische Polizei berichtete von schweren Schäden auf Nias. Die größte Stadt der Insel, Gunungsitoli, sei bis zu 75 Prozent zerstört worden. Bürgermeister Agus Mendrofa sagte, in der Stadt gebe es mehr als 200 Todesopfer zu beklagen.

Das Epizentrum des Bebens mit einer Stärke von bis zu 8,7 auf der Richterskala lag vor der Westküste Indonesiens im Indischen Ozean. Im Dezember hatte ein Beben der Stärke 9,0 gewaltige Flutwellen Tsunamis in der Region ausgelöst. Etwa 300.000 Menschen waren dabei ums Leben gekommen.

Nach Angaben des USGS ereignete sich das Beben um 18.09 Uhr (MESZ). Das Epizentrum des Bebens lag demnach etwa 200 Kilometer vor der Küste Sumatras; nach indonesischen Angaben in 33 Kilometern Tiefe. Das Epizentrum lag nach diesen Angaben nicht weit von dem des Seebebens vom Dezember entfernt.

© SN/APA.

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