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Es ist kein großer Flecken Beton, der seit Mitte April im Herzen der Landeshauptstadt von Absperrbändern umgeben ist. Rund 1000 Quadratmeter sind es, so viel wie dreieinhalb Tennisplätze, die den Autofahrern auf der Staatsbrücke zum Manövrieren fehlen.
Doch diese fehlenden 0,1 von insgesamt 700 Hektar Straßenfläche in der Stadt Salzburg reichen aus, um das Verkehrssystem endgültig zum Zusammenbruch zu bringen - knapp am Kollaps trudelt es ohnehin seit Jahren dahin. Das sollte jedem Bewohner und Pendler zu denken geben. Jedes Mal, wenn er den Zündschlüssel im Schloss dreht.
Denn das Stauchaos an der Salzach ist nicht die Schuld des Magistrats, dessen Beamte einiges zur Entschärfung der Krise beigetragen haben. Auch die Polizei, die Verkehrssünder an der Staatsbrücke jetzt rigoros bestraft, verdient nicht den schwarzen Peter. Noch unschuldiger ist die "Alte Dame" aus Stahlbeton, die sich ihre Sanierung nach über 60 Jahren redlich verdient hat.
Vielmehr tragen alle gemeinsam einen Teil der Verantwortung, die sich - aus Bequemlichkeit oder Gewohnheit - nicht dazu aufraffen können, Bus, Lokalbahn oder S-Bahn zu nehmen. In Anbetracht eines Systems an der Kippe wäre das keine Zumutung.
© SN.
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