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Chronik

Arabischer Dealund Karibik-Geschäfte

27. März 2007

Über 30.000 Euro Schaden, dazu Wohnung und Arbeit weg. Mehrere Salzburger gingen einem Betrüger auf den Leim. Einen Flachauer rettete sein Misstrauen.

Heinz Bayer Christian Resch Salzburg (SN). Für Michael Bayer hätte der Verkauf seiner Eugendorfer Eigentumswohnung beinahe in einem finanziellen Desaster geendet. Der Salzburger hatte ein überaus großzügiges Angebot von einem Araber erhalten - der sich nachträglich als Krimineller entpuppte. Nun will Bayer potenzielle Opfer vor der Betrugsmasche warnen.

"Ich bin sogar zu einem Treffen mit dem Mann nach Mailand geflogen. Er war elegant gekleidet, sprach gut deutsch, wirkte seriös", erzählt der Flachgauer, der nun in Wien lebt. Der Mann bot den Gegenwert von 200.000 Euro in Schweizer Franken und in bar - dafür sollte Bayer jedoch eine größere Summe Euro überweisen. Dies genügte, um seinen Geschäftspartner stutzig zu machen. Der reiste ab, muss die Flugkosten jedoch als Verlust verbuchen.

Nach Auskunft des Innenministeriums handelt es sich bei dem Versuch um einen "Rip-Deal", bei dem gefälschte Franken in echte Euro umgetauscht werden sollten. Der Rat der Kriminalisten: "Finger weg von solchen Geschäftspartnern."

Mehrere Salzburger Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma mit Sitz hatten dagegen weniger Glück. Sie gingen einem Betrüger namens "Don Nando de la Rosa" auf den Leim. Der versprach in Zeitungsinseraten mit dem Titel "Leben und arbeiten in der Karibik" das Paradies.

Statt Job in der Karibik 30.000 Euro Schaden Neun Salzburger überwiesen dem Mann gemeinsam mehr als 30.000 Euro für Flugtickets und Aufenthaltsgenehmigungen.Ein Geschädigter gab sogar den Job und die Wohnung auf, investierte 25.000 Euro und freute sich schon, bald schon selbst ein Firmenchef unter Palmen zu sein.

Der unter Betrugsverdacht stehende "Don Nando de la Rosa" hatte ihm schmackhaft gemacht, die Sicherheitsfirma seines verstorbenen Bruders in der Dominikanischen Republik übernehmen zu können. Daraufhin warb der angehende Firmenchef mehrere Mitarbeiter bei seiner Salzburger Firma ab. Als der Deal eingefädelt war, musste "Don Nando de la Rosa" aber plötzlich seine schwer kranke Gattin besuchen und verschwand samt Geld. Der Verdächtige dürfte Österreicher sein.

Wie viele weitere Betrugsopfer es in diesem Fall noch gibt ist derzeit unklar. Andreas Huber, Leiter des Kriminalreferats der Stadt: "Wir behandeln Anfragen natürlich vertraulich." Warnung vor zu viel Sex durch Voodoo-Zauber Die Gutgläubigkeit vieler Menschen macht es Betrügern oft leicht. Noch heute schütteln Ermittler den Kopf über einen 37-jährigen Salzburger, der für Voodoo-Zauber 3100 Euro ausgab. Eine "afrikanische Priesterin" namens "Kali" hatte ihm Hilfe versprochen. Die Therapie dauerte acht Wochen. "Kali" warnte, die Freundin werde bei der Rückführung eventuell erhöhtes sexuelles Verlangen haben. Diese Nebenwirkungen schienen dem Mann akzeptabel. Nach zwei Monaten war "Kali" samt Geld weg, auf die Rückkehr der Freundin wartet der Betrogene heute noch.

© SN.

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