| Im Sog aufkeimender Kelten-Euphorie entstand vor 25 Jahren das Ensemble "Dulamans Vröudenton" - Musik der "Seetangsammler".
Bernhard Strobl Salzburg (SN). Wer soll denn mit alter Musik hinter dem Ofen gelockt werden? Solche oder ähnliche Fragen hörten vor Jahren Thomas Schallaböck und Andreas Gutenthaler. Heute, nach 25 Jahren, fällt ihnen die Antwort leicht: 58.000 Tonträger aus sieben Produktionen (Schallplatten, Musikkassetten und Compact Discs), 960 Konzerte in zwölf europäischen Ländern und in Kolumbien, Tausende von erwachsenen und jugendlichen Besuchern, Fernsehauftritte und Tourneen sprechen eine deutliche Sprache.
"Dulamans Vröudenton" haben einen Bekanntheitsgrad wie kaum eine vergleichbare Gruppe. Ihr Start entsprang einer spontanen Idee im Sog des durch Keltenausstellung und Diözesanjubiläum entfachten Interesses an Kelten und an irischer Musik.
Ein Zisterzienser aus dem Kloster Mehrerau in Bregenz riet zum Namen: Das irisch-gälische Wort "Dulaman" klingt gut und heißt übersetzt so viel wie "Seetangsammler", und das mittelalterliche Wort "Vröudenton" meint Unterhaltungsmusik. "Dulamans Vröudenton" eines musikalischen Freundeskreises aus den beiden Initiatoren und den Geschwistern Anna und Alois Pagitsch sowie deren Schulkamerad Peter Griesmann ward geboren. Das war im März 1982.
Im Virgiljahr 1984 tingelten die "Vröudenton" als Salzburger Botschafter des aus Irland stammenden Missionars durch die Lande, 1987 bespielten sie als erste Salzburg-Gruppe eine CD aus dem neu eröffneten Sony-Werk, 1990 führte sie eine Tournee nach Kolumbien, wo sie ein Sozialprojekt initiierten, das die Arbeit der aus Salzburg stammenden Missionsschwester Herlinde Moises unterstützt.
Musikalisch entwickelte sich die Gruppe u. a. hin zur Renaissancemusik. Am 22. Februar feiert sie für Kinder (16 Uhr) und für Erwachsene (19 Uhr) im Marionettentheater ihr Jubiläum.SN-INFO: www.altemusik.net
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